ein Projekt der Stadt Bielefeld

2. Testphase
Ihre Meinung ist gefragt

Im Oktober 2022 sind wir mit unserem Projekt Fahrradstra├če Ehlentruper Weg ÔÇô Rohrteichstra├če gestartet. In zwei Testphasen wurde eine jeweils andere Art der Verkehrsf├╝hrung erprobt.

In der 1. Testphase wurde die Wirksamkeit von gegenl├Ąufigen Einbahnstra├čen getestet. Und seit rund acht Wochen l├Ąuft die 2. Testphase mit Diagonalsperren (sogenannten Pollern). Zum Ende der zweiten Erprobungsphase m├Âchten wir Ihre Erfahrungen als Nutzer*innen und Anwohner*innen zu beiden Testphasen h├Âren. Was hat aus Ihrer Sicht gut funktioniert und wo hat es gehakt? Welche der beiden Varianten halten Sie f├╝r geeigneter, um die Fahrradstra├če f├╝r alle Verkehrsteilnehmenden sicherer zu gestalten?

Bis zum 19.07.2023 haben Sie die M├Âglichkeit sich online zu beteiligen.
Hier gehtÔÇÖs zur Online-Befragung

Ihre Meinung ist uns wichtig, denn die Ergebnisse der Online-Befragung flie├čen in die Abw├Ągung zur finalen Verkehrsf├╝hrung ein. Bis zum politischen Beschluss, wie der Verkehr k├╝nftig in der Fahrradstra├če geleitet werden soll, bleibt die aktuelle Verkehrsf├╝hrung bestehen.

Kommentare

  1. Kokerbeck sagt:

    Barrieren abbauen, Tempo 30, Fahrr├Ąder haben Vorfahrt

    • Kopfschuettler sagt:

      Ja, @Kokerbeck, so einfach k├Ânnte es sein, wenn gegenseitge R├╝cksichtnahme im Stra├čenverkehr funktionieren w├╝rde. Funktioniert aber nicht, da einige v├Âllig verblendete Kampfradler sich jedes Recht herausnehmen, unabh├Ąngig von geltenden Verkehrsregeln, und danach so lange jammern, bis funktionierende Infrastruktur totgelegt wird, damit drei unbelehrbare Lastenradfahrer beim Ignorieren der Verkehrsregeln nicht zu Schaden kommen.

      • HB sagt:

        Dann war der Kampfautofahrer (BI-B 85), der sich eben von der Turner Str. kommend, die Rohrteichstrasse querend, in die J├╝ngststrasse fahrend durch die Diagonalsperre gedrengelt hat, wahrscheinlich ein tragischer Einzelfall. ├ťbrigens an einer Kreuzung, die ein Unfallschwerpunkt ist.
        Das Kennzeichen liefere ich nur mit, damit berufene Amtstr├Ąger den Autotyp ermitteln und so den Abstand zwischen den P├Âmpeln entsprechend korrigieren k├Ânnen.

      • Fahrradstra├čen-Fan sagt:

        ‘Kampfradler’ t├Âten wenigstens niemanden durch ihr Fehlverhalten, welches dadurch nat├╝rlich nicht gerechtfertigt wird.
        Kampfautofahrer t├Âten durch ihr Fehlverhalten jeden Tag.

    • J.A.H. Werner sagt:

      Tempo 30 und Fahrr├Ąder haben Vorfahrt war die Regelung vorher.

      Hat aber nicht funktioniert.

      Autos haben auf dem beisseitig zugeparkten Ehlentruper Weg die Fahrbahn derart eng gemacht, dass zwei einander entgegenkommende Autos kaum mehr aneinander vorbeikamen:
      Ergebnis: Autofahrer und Radfahrer wurden st├Ąndig behindert, das Fahrradfahren hinter den sich st├Ąndig gegenseitig blockierenden Autos – geparkten wie fahrenden – ausgebremst, ├╝berholt werden oder sich die Fahrbahn mit Gegenverkehr teilen war stressig, unangenehm und gef├Ąhrlich.
      Jetzt mit den Barrieren und den verminderten Parkfl├Ąchen kann man endlich problemlos und z├╝gig durchfahren, wie es sich f├╝r eine Fahrradstra├če geh├Ârt. Zudem hat sich die Atmosph├Ąre sehr gewandelt. Die Stra├če ist ruhiger, freier, freundlicher die Menschen entspannter, weniger Blech der vielen Stehzeuge ramscht die Stra├če unn├Âtig zu, und dabei hat der Radverkehr deutlich (!) zugenommen. Die Bielefelder*innen lieben die Fahrradstra├čen. In die Stadt zu fahren oder in die Au├čenbezirke wird auf einmal zur Naherholung anstatt wie bisher, eine gef├Ąhrliche Qu├Ąlerei zu sein.
      Ein voller Erfolg!

      Jetzt fehlt nur noch Vorfahrt f├╝r Radfahrer beim Queren der Teutoburger Stra├če, der Prie├čallee, der Otto-Brenner-Stra├če – und das auch baulich klar so zu gestalten. Denn Autos haben leider noch immer viel zu oft Vorfahrt – und bremsen dabei andere Verkehrsteilnehmer*innen aus und gef├Ąhrden sie.

      PS
      Ich bin durchaus auch Autofahrer und wei├č die Bequemlichkeit eines eigenen PKW auch zu sch├Ątzen. Anders komme ich leider nicht zur Arbeit.
      Aber auch als Autofahrer sollte ich nicht dort Vorrang haben, wo Menschen leben.

  2. JT sagt:

    Die Bef├╝rchtung bleibt, dass trotz der vielen Kommentare zu den beiden Testphasen, die ├╝berwiegend sehr kritisch waren, das Fahrradstra├čenprojekt um Biegen und Brechen durchgesetzt wird, da der politische Wille zu gro├č ist, hier ein Vorzeigeprojekt durchzudr├╝cken. Wenn man die Beteiligung der Anwohner etc ernst nimmt, dann muss hier ein guter Kompromiss gefunden werden, der vor allem bedeutet, mehr Parkpl├Ątze zu schaffen und logische Einbahnstra├čenregelungen zu finden. Anderenfalls war alle M├╝he vergebens.

    • Kopfschuettler sagt:

      Ja, ich bef├╝rchte, genau das wird passieren. Hier sind Anwohner v├Âllig egal, das Ergebnis dieser sog. B├╝rgerbeteiligung stand bereits lange vorher fest. Mit der aktuellen Zusammensetzung im Rat wird sich daran auch nichts ├Ąndern. Da kann man nur hoffen, dass nach der n├Ąchsten Kommunalwahl Menschen mit Verstand ans Ruder d├╝rfen, die diesen Irrsin so weit wie eben m├Âglich wieder zur├╝ckdrehen.

      • Marius sagt:

        Viele Anwohner finden die neue Situation besser als die Alte.

        Dass die Bef├╝rworter leiser sind als die Emp├Ârten ist meistens so.

        Ich hoffe die Stadt setzt sich durch und die Ratsmehrheit wird wiedergew├Ąhlt.

        • Kopfschuettler sagt:

          Marius, dann sprechen Sie bitte mal mit den Anwohnern der Nebenstra├čen oder den Gewerbetreibenden an der Fahrradstra├če. Einseitige Bilder helfen hier nicht weiter.

          • Anna sagt:

            Ich bin Anwohnerin der Nebenstra├čen und ich finde die Fahrradstra├če toll. Ich benutze sie t├Ąglich, um mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und kann auch endlich ohne Stress mit meinem Sohn in die Stadt radeln. Danke an die Stadt Bielefeld und das Amt f├╝r Verkehr. Bitte mehr davon.

  3. Marcel sagt:

    Ich bin mit der Fahrradstra├če ├╝berwiegend zufrieden. Da KFZ individuell zwar sehr praktisch sind, aber f├╝r die Stadtgesellschaft als Ganze fast nur Nachteile haben (L├Ąrm, Feinstaub, Unfallgefahr, Fl├Ąchenverbrauch), stehe ich einer Reduktion des Platzangebots f├╝r KFZ positiv gegen├╝ber. Auch wenn das bedeutet, dass ich eben nicht mehr unmittelbar vor der T├╝r parken kann. Daf├╝r ist die Fahrradstra├če jetzt ziemlich licht, was das Fahren f├╝r alle Verkehrsmittel wesentlich ├╝bersichtlicher und wohl auch sicherer gestaltet. Ebenfalls m├Âchte ich herausstellen, wie gut ich die weitgehende Freir├Ąumung der Gehwege finde! Legal beparkte Gehwege sind mahnendes Symbol f├╝r eine autogerechte Stadt, wo Menschen zu Fu├č weniger wichtig als abgestellte KFZ sind. Gut, dass das abgewickelt werden soll, denn zu Fu├č gehen wir schlie├člich alle.
    Was ich indes noch verbesserungsw├╝rdig finde sind die ├ťberg├Ąnge ├╝ber die zweispurigen Stra├čen (Otto-Brenner-Stra├če / Prie├čallee / Teutoburger Stra├če). Hier braucht es noch gute Ideen um diese Kreuzungen zu entsch├Ąrfen.

  4. Eine_Anwohnerin sagt:

    Leider habe ich die Umfrage zu sp├Ąt mitbekommen und nun ist sie geschlossen. Ich finde es gut, dass die Stadt bei der Verkehrsplanung nun endlich auch mal alle ber├╝cksichtigt, die die letzten Jahrzehnte eher ignoriert wurden: Menschen die sich kein Auto leisten k├Ânnen oder gar keinen F├╝hrerschein haben (30% der Bev├Âlkerung) und vor allem auch KINDER! Kinder k├Ânnten sich mit Roller und Fahrrad gut autonom in der Stadt bewegen, aber nur wenn Stra├čen mehr als den einen Zweck haben mit dem Auto in m├Âglichst hoher Geschwindigkeit zur Arbeit zu fahren. Die Fahrradstra├če geht in die richtige Richtung!

  5. Marie Ever sagt:

    Jetzt sind die zwei Probe-Phasen der Fahrradstrasse abgeschlossen und ich habe nicht das Gef├╝hl, dass die Bedenken der Anwohner ernstgenommen wurden.

    Ab heute ist die Diesterwegstrasse vollgesperrt, zeitgleich haben die zwei Diagonalsperren in unmittelbarer Umgebung auf dem Ehlentruper Weg weiterhin Bestand. Damit kann man als Autofahrer an dieser Stelle nur noch ├╝ber die Eduard-Windthorst-Strasse “entkommen”.

    Wirklich super und herzlichen Dank an die “Baustellen Korrdination Ost” IRONIE OFF

  6. Wennshilft sagt:

    Ich m├Âchte anregen eine weitere Testphase durchzuf├╝hren, in der die Zufahrt zu der Fahhradstra├če auf Anwohner/Anlieger beschr├Ąnkt wird.
    Beide aktuellen Phasen f├╝hren dazu, dass deutlich mehr Verkehr in den Spielstra├čen oberhalb Siekerfelde und auch vor der Schule K├Ânigsbr├╝gge aufkommt.

    Zus├Ątzlich ist die deutliche ├ťberregulierung und die zahlreichen Schilder v├Âllig ├╝bertrieben und ich bin ├╝berzeugt, dass dies nicht zu mehr gegenseitiger R├╝cksichtnahme im Stra├čenverkehr f├╝hrt, sondern eher die Teilnehmer auf ihr Recht beharren l├Ąsst.
    Sind wir ehrlich, die meisten Fahrradfahrer (mich eingeschlossen) halten sich nicht strikt an Beschilderungen, Stopp-Stra├čen etc.

    Grunds├Ątzlich glaube ich, dass sie mit der Fahrradstra├če eine gute Richtung eingeschlagen haben, denn das Aufkommen der Fahradfahrer ist sp├╝rbar gr├Â├čer.

    Ich habe diese Idee bereits am 14.06 per Email eingereicht, leider bis heute nicht einmal eine Eingangsbest├Ątigung erhalten. Das ist sehr schade, so f├╝hlt man sich wirklich nicht einbezogen.

    • Warper sagt:

      So wie es leider “verblendete Kampfradler” geben mag, so gibt es leider viel zu viele Menschen, die nicht reflektieren, dass sie mit ihren Autos (und ihrem Fahrstil) andere behindern, gef├Ąhrden, die Umwelt belasten, Staus erzeugen etc.
      Von funktionierendem Verkehr angesichts der t├Ąglichen, kilometerlangen Staus in Bi zu sprechen, nur weil bei ein, zwei Stra├čen von tausenden in Bielefeld mal nicht Autofahrer das Sagen zu haben, ist schon etwas seltsam.

      Ein paar Beispiele: Zwei Autos, die sich auf einer engen Stra├če begegnen, blockieren sie f├╝r alle anderen, einfach, weil sie nicht richtig aneinander vorbeikommen. Genau das passierte fr├╝her t├Ąglich und mehrfach auf dem Ehlentruper Weg. Auch als Anwohner war man da nicht schneller vor der eigenen Haust├╝r als jetzt.
      Autos verschwenden Platz. Immens viel Platz. Die ca. 130.000 Autos in Bielefeld, die im Schnitt t├Ąglich 23 Stunden nur bl├Âd herumstehen und in der ├╝brigen Stunde von – ebenfalls im Schnitt – 1,2 Menschen benutzt werden bilden aufgereiht eine Schlange von Hamburg bis M├╝nchen (!). Wieviel Platz f├╝r andere Dinge bliebe uns allen in Bielefeld ohne diese Blechmassen? Zum Spazieren, Fahrradfahren, damit unsere Kinder auf der Stra├če gefahrlos spielen k├Ânnen, f├╝r Stra├čenfeste, um auf den St├╝hlen eines Kaffees zu sitzen und zu entspannen, Sport zu treiben, um Teile der versiegelten Fl├Ąchen zu renaturieren, um sich endlich wieder z├╝gig duech die Stadt bewegen zu k├Ânnen ohne kilometerlange Staus und nervt├Âtendes Ampelhopping, und vor allem – gefahrlos:
      Ein r├╝cksichtsloser Autofahrer, der zu nah an einem Fahrradfahrer vorbeif├Ąhrt, verletzt oder t├Âtet diesen potentiell. Ein r├╝cksichtsloser Radfahrer, der zu nah an einem Auto vor├╝berf├Ąhrt, verursacht allenfalls einen Kratzer oder Blechschaden.
      Ein Fahrradfahrer verschmutzt zudem nicht die Umwelt, tr├Ągt positiv zur Luftqualit├Ąt und zum Klima bei und ist leise.
      Unz├Ąhlige Vorteile sprechen daf├╝r, mehr f├╝r solche Stra├čen einzurichten und Bielefeld so viel lebenswerter zu machen.
      Ja, nat├╝rlich, einzelne Anwohner finden keinen Platz mehr direkt vor ihrem Haus. Das ist sicher nervig. Auch, weil liebgewonnene Gewohnheiten ge├Ąndert werden m├╝ssen.
      Aber k├Ânnen Sie sich erinnern, wie die Menschen Sturm gelaufen haben, als in St├Ądten mehr und mehr Fu├čg├Ąngerzonen eingerichtet wurden? Wie der Einzelhandel das Ende der menschlichen Existenz vorausgesagt hat?
      Wenn Bielefeld nicht angeh├Ąngt werden will, wenn es als Stadt attraktiv bleiben will, wenn es junge Memschen und Familien anziehen will, ist es dringend Zeit, auch etwas daf├╝r zu tun!

  7. Werner sagt:

    So wie es leider “verblendete Kampfradler” geben mag, so gibt es leider viel zu viele Menschen, die nicht reflektieren, dass sie mit ihren Autos (und ihrem Fahrstil) andere behindern, gef├Ąhrden, die Umwelt belasten, Staus erzeugen etc.
    Von funktionierendem Verkehr angesichts der t├Ąglichen, kilometerlangen Staus zu sprechen, nur weil bei ein, zwei Stra├čen von tausenden in Bielefeld mal nicht Autofahrer das Sagen zu haben, ist schon etwas seltsam.

    Ein paar Beispiele: Zwei Autos, die sich auf einer engen Stra├če begegnen, blockieren sie f├╝r alle anderen, einfach, weil sie nicht richtig aneinander vorbeikommen. Genau das passierte fr├╝her t├Ąglich und mehrfach auf dem Ehlentruper Weg. Auch als Anwohner war man da nicht schneller vor der eigenen Haust├╝r als jetzt.
    Autos verschwenden Platz. Immens viel Platz. Die ca. 130.000 Autos in Bielefeld, die im Schnitt t├Ąglich 23 Stunden nur bl├Âd herumstehen und in der ├╝brigen Stunde von – ebenfalls im Schnitt – 1,2 Menschen benutzt werden bilden aufgereiht eine Schlange von Hamburg bis M├╝nchen (!). Wieviel Platz f├╝r andere Dinge bliebe uns allen in Bielefeld ohne diese Blechmassen? Zum Spazieren, Fahrradfahren, damit unsere Kinder auf der Stra├če gefahrlos spielen k├Ânnen, f├╝r Stra├čenfeste, um Sport zu treiben, um teile der versiegelten Fl├Ąchen zu renaturieren, um sich endlich wieder z├╝gig duech die Stadt bewegen zu k├Ânnen ohne kilometerlange Staus und nervt├Âtendes Ampelhopping, und vor allem – gefahrlos:
    Ein r├╝cksichtsloser Autofahrer, der zu nah an einem Fahrradfahrer vorbeif├Ąhrt, verletzt oder t├Âtet diesen potentiell. Ein r├╝cksichtsloser Radfahrer, der zu nah an einem Auto vor├╝berf├Ąhrt, verursacht allenfalls einen Kratzer oder Blechschaden.
    Ein Fahrradfahrer verschmutzt zudem nicht die Umwelt, tr├Ągt positiv zur Luftqualit├Ąt und zum Klima bei und ist leise.
    Unz├Ąhlige Vorteile sprechen daf├╝r, mehr f├╝r solche Stra├čen einzurichten und Bielefeld so viel lebenswerter zu machen.
    Ja, nat├╝rlich, einzelne Anwohner finden keinen Platz mehr direkt vor ihrem Haus. Das ist sicher nervig. Auch, weil liebgewonnene Gewohnheiten ge├Ąndert werden m├╝ssen.
    Aber k├Ânnen Sie sich erinnern, wie die Menschen Sturm gelaufen haben, als in St├Ądten mehr und mehr Fu├čg├Ąngerzonen eingerichtet wurden? Wie der Einzelhandel das Ende der menschlichen Existenz vorausgesagt hat?
    Wenn Bielefeld nicht angeh├Ąngt werden will, wenn es als Stadt attraktiv bleiben will, wenn es junge Memschen und Familien anziehen will, ist es dringend Zeit, auch etwas daf├╝r zu tun!

    • Kopfschuettler sagt:

      Werner, wenn Sie so gerne im Gr├╝nen wohnen und Ihre Ruhe haben m├Âchten, auf der Stra├če Sport treiben und Ihre Kinder spielen lassen m├Âchten, dann ziehen Sie doch aufs Land und nicht mitten in eine Gro├čstadt. Ups, da gibt es gar keine Infrastruktur? Zum Einkaufen, zur Schule, zum Arzt und zur Arbeit kommt man nicht mit dem Fahrrad, weil es gleich in zweistellige Kilometerbereiche geht? Tja, schade, das ist da eben der Standortnachteil. Der Standortnachteil der Innenstadt ist eben, dass sie voll und laut ist. Daf├╝r hat man aber kurze Wege zu allem was man ben├Âtigt und kann dort zu Fu├č oder mit dem Rad hinkommen, wenn man es denn m├Âchte. Man kann und darf aber auch das Auto nehmen und das ist dass, was Sie und Ihresgleichen zu unterbinden versuchen.

      Das Auto ist, neben der eigenen Immobilie, das wichtigste Statussymbol und der wichtigste Komfort des gr├Â├čten Teils der aktuellen Mitte der Gesellschaft. Das mag sich mit nachwachsenden Generationen ├Ąndern. Es mag sogar in der aktuellen Zeit Menchen der Mittelschicht geben, die sich vom gr├╝nen Fahrrad-Bazillus haben infizieren lassen. Das ├Ąndert aber nichts an der Gesamtheit. Daran ├Ąndert nur die Zeit etwas. Wenn die n├Ąchsten Generationen das so wollen, gerne. Dann ergibt sich das aber von selbst und nicht durch sinnlose G├Ąngelung gro├čer Teile der Bev├Âlkerung zu Gunsten einiger weniger.

  8. Hermann sagt:

    Die Fahrradstra├če Ehlentruper Weg und Rohrteichstra├če ist es meiner Sicht ein voller Erfolg. Ich nutze sie jeden Tag, um zur Arbeit, in die Stadt und mit den Kindern zur Schule zu fahren.
    Die negativen Konsequenzen des Autoverkehrs, L├Ąrm, Abgase, Unfallgefahr und Stress durch Kfz, die dr├Ąngeln und an Engstellen ├ťberholen sind weitgehend beseitigt.

    Die diagonalsperren sind effektiv und sollten auf jeden Fall beibehalten werden. Ansonsten werden die Autofahrer wie zum Beispiel in der Rolandstrasse die FahrrradStra├če als Ampelfreie Durchgangsstra├če als Abk├╝rzung weiterhin benutzen. Das w├Ąre sehr ├Ąrgerlich.

    Diese Fahrradstra├če ist erst der erste Schritt in Richtung einer fahrradfreundlicheren Stadt.

    Zur Verkehrsberuhigung sind Sackgassen notwendig. Der Durchgangsverkehr muss sich auf wenige Stra├čen begrenzen. Erst dann kann die Lebensqualit├Ąt in der Stadt gesteigert werden f├╝r alle Bewohner.

  9. Hartlager Weg sagt:

    Wie an Auroreifenspuren im nassen Gras deutlich zu erkennen ist, gibt es offenbar Menschen, die mit ihren Autos das kurze gesperrte Stra├čenst├╝ck im Ehlentruper Weg zwischen Hartlager Weg und Harrogate-Allee auf der Wiesenfl├Ąche (s├╝dliche Stra├čenseite) umfahren. Auch P├Âmpel werden herausgerissen. Das alles ist doch unglaublich! Die Wiesenfl├Ąche wird bald zerst├Ârt sein. Um auch den letzten Idioten diese M├Âglichkeiten zu nehmen, m├╝ssen mehr gro├če Feldsteine angelegt werden, die jegliche Zufahrt zu den Wiesenfl├Ąchen unm├Âglich machen. Und P├Âmpel m├╝ssen tief in der Erde einbetoniert werden, anstatt sie nur anzuschrauben.

  10. Gise sagt:

    Als ausw├Ąrtige Person, die seit Jahren regelm├Ą├čig gesch├Ąftsm├Ą├čig im Quartier zu tun hat, m├Âchte ich nach entsprechender Erprobung nun doch einen Kommentar abgeben.
    Die Parkplatzsituation ist im Quartier ist m.M. zu gravierend reduziert, die Stra├čenf├╝hrung erscheint mir teilweise absurd.
    Ich selbst bin oft mit Rad unterwegs und unbedingt daf├╝r zu haben, Radfahren komfortabler und sicherer zu machen!
    In die Ecke Ehlentruper Weg/Rohrteichstra├če komme ich regelm├Ą├čig – und fast immer mit PKW. Meine Anreise aus der Nachbarstadt erfordert entsprechend motorisierten Individualverkehr. Ich wei├č dann aber wirklich nicht, wie und wo ich vor Ort den PKW abstellen soll und umrunde alle Haupt- und Nebenstra├čen oft mehrfach auf der Suche nach einem Parkplatz. Das gef├Ąllt mir nicht – und den Anliegenden doch wahrscheinlich noch weniger! Es ist nicht nur energie- und zeitverschwendend, eine meiner Kolleginnen ist gehbehindert und dementsprechend durch die verknappte Parkplatzsituation im Quartier mehrfach bestraft. Ich kenne inzwischen Str├Ą├čchen im Quartier, von denen ich in den Vorjahren nichts geahnt habe! Das geht anderen Autofahrenden ├Ąhnlich – L├Ąrm, Abgase, Unfallgefahr und Verkehrsstress verlagern sich also im Viertel in die Wohnstra├čen.
    Das Viertel rund um die Rohrteichstra├če ist kein Dorf, sondern ein Stadtteil. Ziel wird ja nicht sein, die kleinteilige st├Ądtische Infrastruktur hier zu verdr├Ąngen? Oder soll das Quartier d├Ârflich selbstgen├╝gsam werden und keinen Anlaufpunkt f├╝r ausw├Ąrtige KundInnen und G├Ąste mehr bieten?
    Auch wenn sich der “mainstream” wandelt -und vielleicht inzwischen eher jung und radelnd ist-, ist es doch auch erforderlich, Personen zu ber├╝cksichtigen, die aufgrund k├Ârperlicher u.a. Gegebenheiten auf PKW angewiesen sind.
    Fazit: Ich bin f├╝r mehr Toleranz – und zwar vor allem in der Verkehrsf├╝hrung und in der Parkraumgestaltung – aber nat├╝rlich auch im Verhalten der Beteiligten.

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