ein Projekt der Stadt Bielefeld

Erste Testphase startet am 26.10.2022

Ihre Erfahrungen sind gefragt

Nun ist es so weit: Die erste Testphase startet am 26. Oktober 2022. Dadurch ├Ąndert sich durch Einbahnstra├čenregelungen die Verkehrsf├╝hrung f├╝r Kraftfahrzeuge. W├Ąhrend der ersten Testphase ist die Einfahrt in die Rohrteichstra├če bzw. in den Ehlentruper Weg von der August-Bebel-Stra├če, der Teutoburger Stra├če und der Prie├čallee f├╝r Kfz NICHT m├Âglich. Fahrradfahrende ÔÇô und selbstverst├Ąndlich Fu├čg├Ąnger*innen ÔÇô k├Ânnen weiterhin beide Richtungen der Hauptroute nutzen.

Die Anwohner*innen, Schulen und Gewerbetreibenden wurden mit einem entsprechenden Anschreiben ├╝ber die ge├Ąnderte Verkehrsf├╝hrung informiert. Die zuk├╝nftige Verkehrsf├╝hrung k├Ânnen Sie sich hier herunterladen.

Wir setzen weiterhin auf die Beteiligung der B├╝rgerinnen und B├╝rger. Mit Beginn der Testphase am 26.10.2022 haben Sie die M├Âglichkeit auf einer interaktiven Karte mitzuteilen, wo es auf der Fahrradstra├če Ehlentruper Weg ÔÇô Rohrteichstra├če gut l├Ąuft oder wo es vielleicht noch hakt. Somit kann gegebenenfalls bereits in der Testphase nachgebessert werden.

Kommentare

  1. Erich Mielke sagt:

    Ein Meilenstein im Bielefelder Kreuzzug gegen das Auto!!! Zur├╝ck ins 19. Jahrhundert!
    Warum haben eigentlich fast alle W├Ąhler der Gr├╝nen noch Autos?
    Was f├╝r eine Heuchelei! Rechts leben, links reden und immer mit dem iPhone spielen.
    In den Urlaub wird dann auch noch geflogen.
    Zu guter letzt die Frage, wer sch├╝tzt eigentlich die Fu├čg├Ąnger vor den r├╝plhaften Radfahrern?
    Die Radfahrer!!! Die heiligen K├╝he von Bielefeld!!!

    • Lemmy_7 sagt:

      Schauen Sie sich doch mal auf Bielefelds Stra├čen um – das Auto ist an den allermeisten Orten das am meisten vorkommende Verkehrsmittel. Lassen wir die Umweltaspekte einmal au├čen vor, dann bleibt immernoch ein enormer Platzverbrauch. Es ist vollkommen selbstverst├Ąndlich geworden, seine privaten zwei Tonnen Blech im ├Âffentlichen Raum abzustellen. Diese Entwicklung einzud├Ąmmen halte ich nicht f├╝r einen R├╝ckschritt.

      Einige Hauptverkehrsachsen (Detmolder Stra├če, Herforder Stra├če) verf├╝gen ├╝ber gar keine Radfahrinfrastruktur. Was ist denn dann so falsch daran, eine Alternativroute f├╝r B├╝rgerinnen und B├╝rger zu erproben, die per Rad oder zu Fu├č von A nach B kommen wollen? Als Kreuzzug gegen das Auto kann man das mitnichten bezeichnen – dem Auto wird nach wie vor der Gro├čteil des Stra├čenraums einger├Ąumt. Wenn ├╝berhaupt, dann geht dieses Projekt ein St├╝ck weit in Richtung Gleichberechtigung zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern.

      Was das Konsumverhalten von Gr├╝nen-W├Ąhlern mit einer versuchsweise eingerichteten Fahrradstra├če zu tun hat, erschlie├čt sich mir nicht. Hier m├Âchte ich aber anmerken, dass eventuell einige der iPhone-spielenden, in den Urlaub fliegenden Menschen das zus├Ątzliche Angebot an sicherer Radinfrastruktur als Anlass nehmen k├Ânnten, um in Zukunft zumindest h├Ąufiger auf das Auto zu verzichten. Es muss Alternativangebote geben, ansonsten f├Ąllt ein vollst├Ąndiger Verzicht auf das Auto schwer – Mobilit├Ąt ist ein Grundbed├╝rfnis. Zu diesem Alternativangebot ist dieses Projekt hier ein guter Schritt.

      Zu Ihrem letzten Punkt – den r├╝pelhaften Radfahrenden im Bezug auf zu Fu├č Gehende – m├Âchte ich anmerken, dass dies in meinen Augen durchaus ein Problem darstellt. Ich selbst nutze viele Formen der Mobilit├Ąt (das Meiste erledige ich mit dem Fahrrad, ich gehe aber auch viel zu Fu├č, fahre mit der Stra├čenbahn und dem Zug und gelegentlich auch mit dem Auto) und r├╝cksichtslose Verkehrsteilnehmende sind auch mir ein Dorn im Auge. Wieso jetzt aber gerade dieser Punkt von Ihnen in Bezug auf die Fahrradstra├če angebracht wird, erschlie├čt sich mir nicht – immerhin wird hier eine klare Trennung des Geh- und Radverkehrs vorgenommen, wodurch Konflikte zwischen diesen Gruppen minimiert werden. Durch den zugestanden Raum auf der Fahrbahn d├╝rfte so manche radfahrende Person davon abgehalten werden, verbotswidrig den Gehweg zu benutzen. Eine Fahrradstra├če bietet hier also allen Verkehrsteilnehmenden zus├Ątzliche Sicherheit.

    • Bielefelder18 sagt:

      Und welche ernstgemeinten Ideen haben Sie zum Klimaschutz und zur Mobilit├Ątswende? Welche wirklich ernstgemeinten Ideen haben Sie f├╝r die Zukunft von Bielefeld, u.a. mit j├Ąhrlich 3000 zus├Ątzlichen Kfz auf unseren Stra├čen?

      • Rolli sagt:

        Wenn ich die Kommentare hier lese, stelle ich fest , das es h├Ąufig sehr einseitige Stellungnahmen gibt.
        Zur Sache vielleicht so viel:
        Ja wir m├╝ssen die Anzahl der PKW reduzieren.
        Ja, wir sollten Fahrradwege schaffen, die sicher vom flie├čenden Verkehr abgegrenzt werden.
        Allerdings sehe ich hier nach wie vor kein Konzept.
        Kosten, Nutzen Rechnungen werden offensichtlich garnicht gemacht. Den motorisierten Verkehr mittels mit irgendwelchen Zweifelhaften, nicht Nachvollziehbaren Ma├čnahmen zu behindern, befeuert nur eine Spaltung der B├╝rger in 2 Lager.
        Ich fahre selbst viel Fahrrad, aber wir sollten doch bitte mit Sachverstand und Augenma├č die Planung angehen. Populistische Politik, ist zwar popul├Ąr. Aber ist meistens nicht Zielf├╝hrend. Wie wir alle gerade sp├╝ren.

    • Monika Riedenklau sagt:

      Als Auto- und Radfahrerin habe ich gar kein Verst├Ąndnis f├╝r die Regelungen im Abschnitt ab Prie├čallee Richtung Otto-Brenner Strasse. Hier gibt es ausreichende M├Âglichkeiten, den Radweg au├čerhalb der origin├Ąren Auto-Stra├če zu f├╝hren. Das k├Ąme der Idee eines konfliktfreien Miteinanders n├Ąher, als hier die Dominanz der Radfahrenden zu erzwingen.

      • Hein Bloed sagt:

        Der Abschnitt Prie├čallee/Otto-Brenner Stra├če war schon immer eine Krise. Als ich noch im Ru├čheider Weg gewohnt habe, bin ich dort sehr oft gefahren.

        Von Otto-Brenner Stra├če Richtung Prie├čallee ist es f├╝r Fahrradfahrer eine “Berg- und Talfahrt” wegen der vielen Einm├╝ndungen. Bin mal gespannt, wie Sie die Strecke (auf dem Radweg) mit dem Auto bew├Ąltigen w├╝rden.

        Die Gegenrichtung ist auch nicht viel besser – besonders der Abschnitt ab H├Âhe Hartlager Weg ist in einem bemitleidenswerten Zustand. Als besonderer Bonus kommt dann kurz vor der Otto-Brenner Stra├če auch noch der querende Schienenstrang. “Ausreichende M├Âglichkeiten” gibt es dort f├╝r Autofahrer – Fahrradfahrer bekommen das was ├╝brig bleibt. Ich kann nur jedem empfehlen dort auf der Fahrbahn zu fahren.

  2. Unbekannt sagt:

    Die d├╝mmste Planung die es geben h├Ątte k├Ânnen. Durch die Einbahnstra├če m├╝ssen die Anwohner nun einen Riesen Umweg nehmen, so l├Ąsst sich nat├╝rlich sehr gut CO2 sparen. Ich frag mich manchmal was hier f├╝r Schlipstr├Ąger die Planung ├╝bernommen haben. I

    • Lemmy_7 sagt:

      Der Umweg h├Ąlt sich meiner Ansicht nach in Grenzen. Rechnet man die zus├Ątzliche Strecke f├╝r Anwohnerinnen und Anwohner auf die Gesamtstrecke, die pro Weg mit dem Auto zur├╝ckgelegt wird (in der Regel unter 10km), dann ergibt sich eine Steigerung von wenigen Prozent.

      Ich w├╝rde vermuten, dass das Einsparen von CO2 hier nicht die Hauptmotivation f├╝r das Projekt ist. In erster Linie soll eine M├Âglichkeit geschaffen werden, schnell und sicher mit dem Rad oder zu Fu├č von A nach B zu kommen. Der Durchgangsverkehr, der den absoluten Gro├čteil des Gesamtverkehrsaufkommens ausmacht, wird auf die umliegenden Hauptverkehrsachsen ausgelagert. Insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren hierdurch enorm.

      Die CO2-Einsparung findet ├╝brigens an anderer Stelle statt, n├Ąmlich dann, wenn sich Menschen entscheiden, heute nicht das Auto, sondern das Fahrrad zu nehmen – weil sie dann eine M├Âglichkeit haben, sicher und schnell zu ihrem Ziel zu gelangen.

      Und zu Ihrem letzten Satz: Diese Kritik ist auf viele Infrastrukturprojekte absolut zutreffend, hier jedoch nicht. Die B├╝rgerinnen und B├╝rger hatten und haben weiterhin die M├Âglichkeit, sich in den Planungsprozess mit einzubringen. Es werden mehrere Konstellationen erprobt und evaluiert; die Evaluation erfolgt auf evidenzbasierte Weise.

      Wenn Sie sich in anderen gro├čen St├Ądten in Europa einmal umschauen, werden Sie feststellen, dass Einbahnstra├čenregelungen sehr h├Ąufig Anwendung finden. Es ist so m├Âglich, die vorhandene Fahrbahnbreite gerechter und effizienter zu verteilen. Gerade durch den Ehlentruper Weg und die Rohrteichstra├če ist mit dem KFZ sowieso kein z├╝giges Durchfahren m├Âglich, da alles zugeparkt ist. Eine Einbahnstra├čenregelung macht hier in meinen Augen also durchaus Sinn.

    • Friederike sagt:

      hallo, wir wohnen in der j├╝ngststrasse und verstehen die neue Verkehrsf├╝hrung nicht. ist unsere strasse nun noch Einbahnstra├če oder nicht? es stehen widerspr├╝chliche Schilder und die Verwirrung ist auf allen Seiten gro├č. Fakt ist, unsere Stra├če ist schon jetzt wesentlich mehr befahren, wir m├╝ssen einen gro├čen Umweg fahren um zu unserem Parkplatz zu gelangen und die strasse ist viel zu schmal/ die Kreuzungen zu eng zum Wenden und rangieren. wenn Autos entgegen kommen und man in die Stra├če einbiegt, muss man auf den B├╝rgersteig ausweichen.das ist total gef├Ąhrlich.

  3. Unbekannt sagt:

    Es ist wirklich mit Abstand die d├╝mmste L├Âsung, die man h├Ątte finden k├Ânnen.

    Tagt├Ąglich beobachte ich Fahrradfahrer, welche sich auf der Kreuzung August-Bebel / Rohrteichstra├če durch Missachten der Ampel in Gefahr bringen. Daf├╝r werden Autofahrer und Anwohner jetzt mit Einbahnstra├čen ger├╝gt.

    Eine Testphase im Winter um eine Fahrradstra├če zu erproben ist zus├Ątzlich das d├╝mmste was man h├Ątte machen k├Ânnen. Durch die Wetterbedingungen werden die Ergebnisse, nicht besonders gut ausfallen.

    Wir freuen uns auf die verf├Ąlschten Ergebnisse und eine Kostenaufstellung der einbetonierten Schilder f├╝r eine Testphase.

    • Lemmy_7 sagt:

      Tagt├Ąglich werde ich im Stra├čenverkehr durch sich falsch verhaltende Autofahrende gef├Ąhrdet. H├Ąufig ├╝berholen mich Fahrzeuge mit zu wenig Sicherheitsabstand. Letztens habe ich ein Auto beobachtet, das ├╝ber eine schon seit drei Sekunden rote Ampel gerast ist. Generell scheint die zul├Ąssige H├Âchstgeschwindigkeit eher als Mindestgeschwindigkeit interpretiert zu werden. Nicht selten sind Geh- und Radwege durch KFZ auf unzul├Ąssige Art und Weise zugeparkt. Aus diesem Grund halte ich es f├╝r angemessen, die Radfahrenden und zu Fu├č Gehenden mit einer Einbahnstra├čenregelung zu entsch├Ądigen.

      Wirkt diese Argumentation auf Sie unschl├╝ssig? Ist sie auch – genau wie das von Ihnen angef├╝hrte Argument mit den Radfahrenden, die die rote Ampel missachtet haben. Die Erh├Âhung der Verkehrssicherheit f├╝r ungesch├╝tzte Verkehrsteilnehmer als eine Art Bestrafung der Anwohnenden aufzufassen halte ich doch f├╝r sehr vermessen. Ich gehe sogar davon aus, dass es viele Anwohnende gibt, die eine Verkehrsberuhigung begr├╝├čen – nicht alle Menschen sind von Verkehrsl├Ąrm, Abgasen, Feinstaub und zugeparkten Stra├čen angetan.

      Ihre Kritik an der zeitlichen Umsetzung finde ich hingegen gerechtfertigt, wobei man sich hier auch dar├╝ber im Klaren sein sollte, dass die Umsetzung durch diverse zeitraubende Verfahren nach hinten verschoben worden ist.

      Ob das Einbetonieren der Schilder die beste L├Âsung ist, kann ich nicht beurteilen. Es w├Ąre aber sehr fraglich gewesen, die Gehwege mit sperrigen Schildaufstellern vollzustellen, wie das bei Baustellen gerne getan wird. Die Gehwege sind bereits eng, und aus R├╝cksicht auf mobilit├Ątseingeschr├Ąnkte Personen ist eine weitere Verengung nicht hinnehmbar. Immerhin geht es bei diesem Projekt nicht nur um den Radverkehr, sondern auch der Fu├čverkehr soll profitieren. Eine Platzierung der Schilder auf der Fahrbahn h├Ątte die Ergebnisse ebenso verf├Ąlscht und zu vermeidbaren gef├Ąhrlichen Situationen gef├╝hrt.

      • Unbekannt sagt:

        Gut, dann haben wir das ja gekl├Ąrt. Sowohl Radfahrer als auch Autofahrer missachten die Verkehrsregeln und gef├Ąhrden somit andere. Das mit der H├Âchst & Mindestgeschwindigkeit werde ich nicht kommentieren, das ist mir zu unreflektiert. Von einer Entsch├Ądigung nehme ich auch Abstand, denn es sollte eine L├Âsung gefunden werden in denen beiden Parteien geholfen wird.

        Ich bin kein Freund von Feinstaub, Abgasen und zugeparkten Stra├čen. Ich bin aber ein Freund davon mein KFZ abstellen zu k├Ânnen, wenn mir die M├Âglichkeit durch einen k├Ąuflich erworbenen Bewohnerparkausweis gegeben wird. Ich habe kein Interesse daran jeden Tag eine Lotterielos zu ziehen, weil nur 40% der Parkausweise auch tats├Ąchlich einen Parkplatz bekommen. Die Parkpl├Ątze werden regelm├Ą├čig gestrichen und in den letzten zwei Jahren wurden die Parkpl├Ątze der Alsenstra├če um die H├Ąlfte reduziert und die Pl├Ątze auf der August-Bebel-Str. auch in einer Nacht und Nebelaktion ausradiert.

        Einer wurde gestrichen, da ein Anwohner “manchmal mit seinem LKW aus einer Einfahrt kommt”, allerdings dann nicht drehen kann durch einen PArkplatz auf der gegen├╝berliegenden Stra├čenseite.

        Wo wurde mitgeteilt das Parkpl├Ątze weichen m├╝ssen, f├╝r diese Einbahnstra├čen Regelung? Heute wurden Schilder installiert mit Parkverbotszonen in der Rohrteichstr. Ist leider auf dem Plan nicht erkennbar und wurde auch nicht kommuniziert.

        Ich w├╝rde mich ├╝ber zus├Ątzliche Transportm├Âglichkeiten aus der Stadt heraus in die umliegenden Stadtteile freuen. Beispielsweise eine Bahnverbindung nach Heepen um Wetterunabh├Ąngig ohne Auto in diesen Teil der Stadt zu kommen.

        So lange solche Ausweichm├Âglichkeiten, bzw. eine bessere Anbindung durch ├Âffentliche Verkehrsmittel gegeben ist kann ich einer Autovertreibung aus den Innenst├Ądten nicht zustimmen.

        Ihr Argument mit dem Fu├čverkehr w├Ąre ein guter Punkt, allerdings wurde daf├╝r erst vor einigen Wochen eine Verkehrberuhigte Zone inkl. Lutterfreilegung er├Âffnet. Diese befindet sich eine Stra├če weiter und wird sehr gut angenommen.

        • Lemmy_7 sagt:

          “Sowohl Radfahrer als auch Autofahrer missachten die Verkehrsregeln und gef├Ąhrden somit andere”

          Ja, grundlegend ist das richtig. Allerdings f├╝hren Autofahrer ein wesentlich gef├Ąhrlicheres Fahrzeug, was zu unterschiedlich hohen Fremdgef├Ąhrdungspotenzial f├╝hrt: Bewegungsenergie = 0,5 * Masse * Geschwindigkeit zum Quadrat. Dies bedeutet, die Masse flie├čt linear in die Berechnung ein, die Geschwindigkeit exponentiell – ein Auto, das (sind wir mal optimistisch) mit Fahrer eine Tonne wiegt hat somit die zehnfache kinetische Energie eines Radfahrers mit einem Gesamtgewicht von 100kg. Ein Auto, das 50 km/h f├Ąhrt (keine Seltenheit) hat somit eine kinetische Energie, die dem knapp 39-fachen eines sich mit 25km/h bewegenden Radfahrers entspricht. Bei identischer Geschwindigkeit ist es immerhin noch das zehnfache. Hier das Fremdgef├Ąhrdungspotenzial gleichzusetzen ist in meinen Augen eine absolute Verzerrung der faktischen Tatsachen.

          ├ťber eine Stadtbahnlinie nach Heepen w├╝rde auch ich mich freuen. Ebenso ├╝ber eine generelle Verbesserung des ├ľPNV.

    • Bielefelder18 sagt:

      Das auch Radfahrende keine Engel sind, ist klar!

      Aber welche ernstgemeinten Ideen haben Sie zum Klimaschutz und zur Mobilit├Ątswende? Welche wirklich ernstgemeinten Ideen haben Sie f├╝r die Zukunft von Bielefeld, u.a. mit j├Ąhrlich 3000 zus├Ątzlichen Kfz auf unseren Stra├čen?

    • Anwohner sagt:

      Genauso ist es. Da wurde mal wieder richtig nachgedacht im Amt f├╝r Verkehr der Stadt Bielefeld!!!

  4. Lemmy_7 sagt:

    Endlich ist ein Datum in Sicht, an dem es losgeht! Gestern ist mir wieder sehr bewusst geworden, wie radfahrunfreundlich der Ehlentruper weg trotz bestehender Fahrradstra├če ist. Das st├Ąndige Rechts-vor-links bremst doch sehr aus, und sobald ein Auto entgegenkommt, muss man stehen bleiben und warten, da einfach kein Platz ist. Wobei das nicht ganz richtig ist – der Platz ist vorhanden, aber es stehen parkende KFZ darauf.

    Mich w├╝rde noch interessieren, wie die Ergebnisse quantifiziert werden. Gibt es Messstationen f├╝r Verkehrsaufkommen und Luftqualit├Ąt?

  5. Andreas Thiel sagt:

    Der Ansatz f├╝r eine Fahrradstra├če ist richtig. Niemand wird ├╝ber Geb├╝hr eingeschr├Ąnkt, die Einbahnregelung wird sich einr├╝tteln. Schade, dass nicht auch die Ampeln an Teutoburger, Priessallee und Otto-Brener-Stra├če umgebaut werden.

  6. anonym sagt:

    Was f├╝r ein Schwachsinn!
    Alle umfahren die Stra├čen und die Anwohner haben das Problem mit der Parksituation.
    Solche Entscheidungen treffen nur Personen, die in ihrem Einfamlienhaus mit Parkplatz sitzen und keine Ahnung haben vom Altag in der Stadt.

    • Bielefelder18 sagt:

      Und welche ernstgemeinten Ideen haben Sie zum Klimaschutz und zur Mobilit├Ątswende?
      Welche wirklich ernstgemeinten Ideen haben Sie f├╝r die Zukunft von Bielefeld, u.a. mit j├Ąhrlich 3000 zus├Ątzlichen Kfz auf unseren Stra├čen?

      • Anonym sagt:

        Mobilit├Ątswende durch attraktivere ├ľPNV Angebote. Durch gen├╝gend angenehme Alternativen w├╝rden auch mehr Leute auf den ├ľPNV umsteigen – freiwillig wohlgemerkt.
        Wer f├Ąhrt n├Ąmlich freiwillig 90 Minuten Bus und Bahn, wenn man auch 15 Minuten Auto fahren kann?

      • Richter Rolf sagt:

        Es w├╝rde mich einmal interessieren, was Sie als Verkehreende bezeichnen. Ein Fahrradschnellweg ,der wenig befahren ist. Die Kosten daf├╝r stehen in keinem Verh├Ąltnis zum Nutzen.Fahrradstrs├čen die die Anwohner beschneiden. Was sollen denn ├Ąltere Mitb├╝rger machen, die nicht mehr so mobil sein k├Ânnen? Grunds├Ątzlich m├╝ssen wir etwas tun um den Autoverkehr zu reduzieren. Es w├Ąre gut wenn man einmal ├╝ber ein Vekehrskonzept nachdenken w├╝rde. Fahrrad fahren attraktiver zu machen, ist nur einer von vielen Punkten. Der ├ľmtv muss attraktiver und g├╝nstiger werden.Park and Ride Park Pl├Ątze schaffen. Das Unmittelbare Umland muss eingebunden werden. Um die Pendlerstr├Âme zu reduzieren.
        Darauf zu setzen den Individualverkehr zu behindern, wie es auf der Herforder Stra├če geplant ist, wird den Verkehr auf dieser Stra├če sicherlich reduzieren. Wer will schon im Stau stehen. Aber die Anzahl der Autofahrer die in die Stadt morgens rein, und abends wieder raus wollen, wird sich nicht reduzieren, sondern nur verlagern. Also, sollte man versuchen, etwas miteinander zu ver├Ąndern. Fronten aufbauen ist keine L├Âsung. Popolistische Entscheidungen sind auch nicht Zielf├╝hrend. Konzepte entwickeln und alle B├╝rger dieser sch├Ânen Stadt mit zu nehmen, das ist die Herausforderung die wir uns alle stellen m├╝ssen. Sch├Ânes Wochenende zusammen.

  7. Anwohner sagt:

    Als Auto fahrender Anwohner und Laternenparker im Bereich Ehlentruper Weg / Fr├Âbelstra├če kann ich dazu nur mit dem Kopf sch├╝tteln.

    Wegen der fehlenden Parkraumbewirtschaftung ist der Parkdruck in diesem Bereich schon jetzt massiv und wird wohl, davon ist auszugehen, ab dem 26.10. extrem schlecht.

  8. Anonymus sagt:

    Das vorprogrammierte Verkehrs- und Parkchaos. Wer denkt sich bitte sowas aus? Hat auch mal jemand an die Anwohner au├čerhalb des Ehlentruper Weges gedacht? In der Fr├Âbelstra├če stehen so viele Pendler, die den Anwohner die Parkpl├Ątze schon jetzt nehmen und mit z.B. einem Kurzstreckenticket in die Stadt fahren (das Ticket ist im Monat g├╝nstiger als ein Stellplatz im Parkhaus). Zu Bring- und Abholzeiten der Fr├Âbelschule geht zeitweise nichts mehr, da wird alles zugeparkt, selbst die ├ťberquerungshilfe an der Oststra├če. An Abend vor dem Wochenmarkt auf dem Ostmarkt, darf man nicht nach 17 Uhr nach Hause kommen, einen Parkplatz findet man dann nicht mehr. Und dann kommen nun noch die Anwohner des Ehlentruper Weges dazu?! Ich bin absolut pro Fahrradfahrer und pro Fahrradwege. Keine Frage, fahre alle Wege, die gehen mit dem Fahrrad, aber man kann eben nicht alles ohne Auto erledigen.
    Wer das geplant hat, ist definitiv kein Anwohner und kann die Situation vor Ort absolut nicht einsch├Ątzen!

    • U.B. sagt:

      Ich kann mich gut erinnern, dass der Widerstand gegen die vor Jahren geplanten Regelungen zum Anwohnerparken auf der Fr├Âbelstra├če von Anwohnern ebendieser Stra├če kam. Vielleicht w├Ąre es ja an der Zeit, diese Ablehnung zu ├╝berdenken. Regeln zum Anwohnerparken verdr├Ąngt bekanntlich Fremdparker.

      • Anonymus sagt:

        Es ist schon seit mehreren Jahren immer wieder Gespr├Ąchsthema im Rat gewesen. Allerdings konnte nie eine Grenze gezogen werden, wohin die Parkausweise gelten. Nehme man Fr├Âbelstra├če und alle Querstra├čen bis zur Prie├čallee hinzu, war die Angst zu gro├č, dass dann die Prie├čallee und die Stra├če weiter stadtausw├Ąrts betroffen sind, also hielt man die F├╝├če still. Wenn es nach mir ginge d├╝rfte der Anwohnerausweis gern auch 700ÔéČ kosten. Dann w├╝rden auch endlich wieder die Anwohner in ihren Einfahrten/Stellpl├Ątzen parken und die ganzen Pendler und Firmenfahrzeuge die einfach hier abgestellt werden, w├Ąren dann endlich weg. Aber diese Testphase ohne Parkausweise zu starten ist eine absolute Frechheit. Wenn man jetzt einen Parkplatz hat, darf man ihn am besten nicht mehr verlassen.

    • Hein Bloed sagt:

      Kleiner Tipp: Direkt zwischen Fr├Âbelschule und Jakobuskirche ist eine Cambio-Station.

  9. Frank Schmidt sagt:

    DAV (D├╝mmste Ausgef├╝hrte Version) erdacht durch die DAV (D├╝mmsten Amzunehmenden Verkersplaner EG 11+ TV├ÂD) oder die G├Ąngelung m├╝ndiger B├╝rger, die durch die Politik, am Nasenring, wie Ochsen (kastriertes m├Ąnnliches Rind, wird meistens als Arbeitstier genutzt, sprich wir Bielefelder Steuerzahler) vorgef├╝hrt werden!!

    Doch nun zu den Fakten:
    1. Ich bin f├╝r den Schutz und die F├Ârderung des Radverkehrs durch die Fahrradstrasse
    2. Ich bin GEGEN die Umsetzung auf Basis d├╝mmster Konzepte

    Hier DIE richtige L├Âsung:
    1. Ehlentrupperweg wird von der Teuteburgerstr. durchgehend bis zur Otto-Brenner-Str. Einbahnstr.
    2. Einfahrverbot (VZ 276) mit Ausnahme f├╝r Anlieger und Lieferverkehr
    3. KONSEQUENTES ABKASSIEREN ALLE die dieser Anordnung zu wieder handeln

    Begr├╝ndung:

    Zu 1.
    Im dem Traktat: “Grundz├╝ge der Gestaltung von Fahrradstra├čen” wird neben der “gegenl├Ąufigen Einbahnstassenregelung”, die aus meiner Verkehrsplanersichen sicht wesendlich ├Âkolgischeren “Einbahnstrassenregelung” benannt. Anlieger, die warum auch immer auf das KFZ angewiesen und auf Parkplatzsuche sind, k├Ânnten so deutlich einfacher gr├Â├čere Bereiche zu Parkplatz suche abfahren.

    Zu 2.
    Einfahrverbot (VZ 276) mit Ausnahme f├╝r Anlieger und Lieferverkehr verhindert Durchgangs bzw. Schleichverkehr komplett. Das w├Ąre ehrliche, handwerklich saubere (Verkehrs-)Politik und keine “wasch mich aber mach mich nicht nass” Klientel -Politik mit Blick auf die n├Ącshte Wahl!!

    Zu 3.
    Durch ordnungsrechtliches Handeln k├Ânnte die “Unterbindung von Durchgangs- bzw. Schleichverkehr” durchgesetzt werden und gleichzeitig der marode Haushalt der Stadt BI aufgebessert werden!! Ehlrich, sauber und Einhamesteigernd, dem Wohl der Umweld, der Radfaher und der Anwohner geschuldet!!!!

    Ein assozialer Bielefelder B├╝rger, der noch NIE ein Kn├Âllchen wegen Geschwindigkeits├╝bertretung bzw. falsch Parken, von den dienstg… Oberf├Ârster*nnen, die den Schilda-Wald bewachen, aus BI bekommen hat.

    Dipl.-Ing. Frank Schmidt

  10. Neumann sagt:

    Ich fahre viermal in der Woche Rad und nutze ungef├Ąhr einmal in der Woche Auto.
    Ich w├╝rde die Rohrteichstrasse weiterhin gerne ungehindert mit beiden Verkehrsmitteln befahren k├Ânnen.
    Wie w├Ąre es zuk├╝nftige Versuche z.B. in Brackwede oder Schildesche durchzuf├╝hren? Ich habe den Eindruck, dass die Versuche Alltagsuntauglich und nicht gut geplant sind.

  11. auch Anwohner sagt:

    Der ganze Sinn der Fahrradstra├če besteht darin, dass mehr Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit in die Stadt fahren – das entlastet die Innenstadt von parkenden PKW und dem Verkehrsdruck in den Sto├čzeiten. F├╝r die Anwohner gibt es weniger Verkehrsl├Ąrm, da der Durchgangsverkehr entf├Ąllt. Au├čerdem bleibt endlich mehr Platz auf den Gehwegen. Wer den verengten Gehweg vor Siekerfelde kennt, wei├č wovon ich spreche. In vielen Abschnitten kann man bisher nur hintereinander laufen, ein unhaltbarer Zustand.

    • Anwohner EW sagt:

      Der Gehweg vor dem Siekerfelde wird im Wesentlichen durch die dort an den Zaun angeschlossenen Fahrr├Ąder (teilweise in 2er-Reihe) verengt bzw. beinahe versperrt.

      • Lemmy_7 sagt:

        Guter Punkt! Diese Fahrr├Ąder sollten entfernt werden (mit entsprechender vorheriger Ank├╝ndigung) und alternativ Fahrradparkm├Âglichkeiten auf der Fahrbahn geschaffen werden. Auf dem Platz, den ein Auto zum Parken braucht, k├Ânnte man locker zehn Fahrr├Ąder abstellen.

        • Anwohner EW sagt:

          Gute Idee! So wird der den Radfahrern zur Verf├╝gung stehende Fahrraum durch parkende Fahrr├Ąder eingeschr├Ąnkt.
          Man k├Ânnte jedoch im gegen├╝berliegenden Mildred-Scheel-Park (sichere) Fahrrad-Parkpl├Ątze einrichten.

  12. Michael M├╝ller sagt:

    St├Ąndig ist in ihren antworten zu lesen “Und welche ernstgemeinten Ideen haben Sie zum Klimaschutz und zur Mobilit├Ątswende?” Was eine Saudumme frage.
    Klimaschutz…. Dreht doch mal bei euch die Heizung runter oder macht mal das unn├Âtige licht aus.
    Aber wie ├╝blich rettet Deutschland mal wieder die Welt.

    Mobilit├Ątswende… wer sagt das wir die wollen ? Erst sollen wir uns alle so einen Elektro karren zulegen. der nat├╝rlich total Sauber ist ( au├čer die Herstellung der Batterie und der damit einhergehende Sonderm├╝ll ) L├Ąsst sich nur leider in einem Mehrfamilienhaus in der Prie├čallee schlecht laden. Ich als Anwohner in der Prie├čallee darf jetzt schon nicht nach 17 Uhr nach hause kommen. Um ├╝berhaut noch parken zu k├Ânnen. Ich Arbeite in einer anderen Stadt und bin auf meine 2 tonnen blech wie sie es ja immer nennen angewiesen. Bus und Bahn sind zeittechnisch nicht machbar um meinen Arbeitsplatz zu erreichen. Jetzt ist die Prie├čallee ja eh schon gro├čz├╝gig mit Halteverbot bedient. Was in den n├Ąchsten tagen bestimmt noch um einiges lustiger wird. Aber wie gut das von den Entwicklern dieser Idee ja hier niemand wohnt. Getreu nach dem Motto: Schaffen sie ihr Auto ab dann haben sie das Problem nicht / Oder was geht mich fremde Leute leid an. Sorry aber wir sind hier weder M├╝nster noch Amsterdam. und werden es auch nie werden. Mit Vollgas und den gr├╝nen zur├╝ck in die Steinzeit.

    Jetzt kann man in ihrer Planung wie hier ja schon erw├Ąhnt wurde, lesen das die n├Ąchste Test Phase dann ja im Winter stattfindet… Wie sinnig, weil da so viele bei Schnee mit dem Rad unterwegs sind. St├Ąndig man man man.
    Aber was mich etwas stutzig macht ist ( wenn ich es richtig gelesen habe) das Quasi nur noch entschieden werden soll, ob es eine Einbahnstra├čen Regelung bleibt oder diagonalsperren.
    Lesen davon, ob der Ehlentruper weg generell wieder f├╝r Autos zur Verf├╝gung steht, ( ausgenommen Anwohner) habe ich nichts. Wie das f├╝r die Gesch├Ąfte ausgeht…schauen wir mal.

    Und ganz zuletzt…. Vlt. schafft es die Stadt Bielefeld, ja mal jetzt wenn es ein neues St├╝ck Fahrradstra├če getestet wird. Diese auch zu kontrollieren. Und zwar nicht nur ob sich die Autofahrer brav an das umfahren halten. Denn als Anwohner der diese Stra├če t├Ąglich nutz(e).
    Solltet ihr mal ein Augenmerk darauf haben, wie sich eurer leiben Radfahrer dort verhalten. Denn Ehlentruper weg Kreuzung Prie├čallee, steht auf beiden Seiten ein Stoppschild das auch f├╝r Radfahrer gilt. Was zu 80% von selbigen missachtet wird. Bitte nicht vergessen das dort ein Fu├čweg die Prie├čallee entlang l├Ąuft. und da wir ja alle aufgepasst haben in der Fahrschule.
    (Wo m├╝ssen Sie bei einem Stoppschild anhalten?
    Halten Sie bei einem Stoppschild mit Haltelinie an der Haltelinie…..NICHT an der Sichtlinie).

    ├ťberfahren eines Stoppschildes von 10.-ÔéČ – 85.-ÔéČ + Punkt. Aber das mal nur so am Rande. Ebenso wenig ist in der 30 Zone die “Tour de France” ausgerufen worden. ( e-Bikes / Rennrad) Auch das mit dem abstand zum Fahrrad ist schwer zu machen, wenn diese w├Ąhrend man selbst schon das Hindernis durchf├Ąhrt, noch mit in das Hindernis hineinfahren, anstatt zu warten wie wir es gelernt haben. Dieser ganze auf biegen und brechen gr├╝ne Mist. Mir ist klar das man was tun muss. Aber schaltet doch mal bitte vorher den Kopf ein ( ala Jahnplatz ).

  13. Anwohner, der Auto und Fahrrad f├Ąhrt... sagt:

    In meiner Brust schlagen 2 Herzen.
    Ich fahre gerne und viel Rad. Alle aufgef├╝hrten Probleme mit zu eng ├╝berholenden PKWs , schneidenen Rechtsabbiegern und so weit kenne ich zu gen├╝ge.

    Deswegen finde ich die Idee einer Fahrradstra├če f├╝r wirklich gut, leider nicht deren Umsetzung.

    Es beginnt damit, dass hier auf der Homepage immer die Zeichnungen “und so sieht da aus” immer ein Schild “Anlieger frei” dargestellt ist, welches 2 Werktage vor Beginn der 1 Testphase aber nirgends in Wirklichkeit vorhanden ist.
    Damit zeigt sich auch deutlich das 1 Problem:
    Der Durchgangsverkehr wird nicht unterbunden. Sowohl ein Einbahnregelungen als auch Diagonal-Sperren wirken erst, wenn der Durchgangsverkehr in der Stra├če ist.
    Und es ist bekannt, dass Ehlentruper Weg und Rohrteich Stra├če gerne als Alternativ-Schleichweg zu Detmolder Stra├če genutzt werden.
    Es kann nur ein Erfolg werden, wenn der Durchgangsverkehr erst gar nicht in die Stra├če f├Ąhrt.
    Und dann ist auch vielleicht noch Platz f├╝r parkende Autos der Anlieger.
    Nur f├╝r die Anlieger, bitte dann nicht mehr f├╝r die Besucher der Krankenh├Ąuser, die Kneipenbummler am Freitag oder Samstag Abend in der Altstadt und so weiter…

    Denn es zeigt sich in den Tempo30-Zonen, in denen zuletzt massiv ├Âffentliche Stellpl├Ątze gestrichen und durch Halteverbote ersetzt worden sind, die Geschwindigkeit aller durchfahrenden Fahrzeuge (Auto und Fahhrad) hat sich deutlich erh├Âht, leider oft mehr als die erlaubten 30 km/h. Es kommt wieder zu gef├Ąhrlichen Situationen und Unf├Ąllen.
    Ich glaube ├╝brigens auch, dass es deutlich weniger “Open-Door” – Unf├Ąlle gibt als Unf├Ąlle im Begegnungs- / Kreuzungsverkehr.
    Ich glaube auch, dass es zumutbar ist, dass 2 nebeneinander fahrende Radfahrer im Begegnungsverkehr mit anderen Fahrzeugen kurzzeitig doch hintereinander fahren k├Ânnen…

    Ebenfalls nicht zu Ende gedacht, ist die Tatsache das in allen Medien die Rohrteichstra├če zwischen Niederwall und Gerichtsstra├če nicht als Einbahnstra├če ausgewiesen wird, aber in der Realit├Ąt aber als solche ausgeschildert worden ist (Gegen├╝ber der Hofausfahrt des Gerichts stehen Einbahnstra├čen-Schilder…)

    Ebenfalls w├Ąre ein deutliche Ausschilderung Tempo 30 n├Âtig, wenn an allen Kreuzungen zur Fahrradstra├če das Schild “Ende Tempo 30 Zone” aufgestellt wurde…

    Ebenso die Ausschilderung der indirekt betroffenen Stra├čen ist zum Teil ungl├╝cklich, da die Autofahrer in den Seitenstra├čen neue Schleichwege suchen werden…
    Dies gilt nach meiner pers├Ânlichen Erfahrung f├╝r den Bereich Luisen- / J├╝ngststra├če.

    Des weiteren muss die Frage gestattet sein, besonders auch im Bezug auf L├Ąrmbel├Ąstigung und Fahrzeugverkehr im Allgemeine, wie gro├č der Umweg f├╝r die Anwohner sein soll?
    Insbesondere wenn das eigene Auto eben nicht am Stra├čenrand sondern auf dem eigenen Grundst├╝ck stehen soll (oder muss)?
    Ich kann hier nur von den Grundst├╝cken Gerichts- und J├╝ngststra├če sprechen, es gibt mit Sicherheit noch weitere Beispiele…

    Zuletzt wirkt es fast wie eine Satire, dass der Radweges an der Teutoburger Stra├če zwischen
    Ehlentruper Weg und Rohrteichstra├če (!) gesperrt wurde.

    Es bleibt ein wenig der Beigeschmack, dass durch die Streichung von Stellpl├Ątzen ein Problem gel├Âst werden soll, wof├╝r die Stellpl├Ątze und die Menschen die dort wohnen und dementsprechend auch parken m├╝ssen, gar nicht so viel k├Ânnen.
    Vielleicht m├╝ssen alle diese Anwohner irgendwo ihr Auto lassen, wenn sie in Zukunft ├Âfter mit dem Rad fahren wollen….

  14. Liebefelder sagt:

    Ich finde die Idee gut, wenn ich mich aber auch umgew├Âhnen muss.
    Viele Autofahrer:innen nehmen die Abk├╝rzung ab Parkhaus Klinikum zur Detmolder Str., was nun nicht mehr geht – und im Sinne der Idee gut ist.
    Zum Parkdruck:
    Die meisten Menschen wollen ihr KFZ ab dem sp├Ąten Nachmittag/Abend bis zum fr├╝hen Morgen abstellen, vielleicht sollte man eine Kooperation mit dem Klinikum bzgl. des neuen Parkhauses versuchen?
    Dort stehen ab 16:00 Uhr 95% aller Parkfl├Ątze zur Verf├╝gung; diese zu 100% auszulasten w├Ąre f├╝r beide Seiten ein Gewinn.
    Und in 5 Jahren kann man dann am Ehlentruper Weg in den ehemaligen Parkbuchten abends ein Bier unter B├Ąumen trinken, nur bel├Ąstigt vom Klingeln statt von Gestank und Autos – w├Ąre doch sch├Ân.

    • Anwohner EW sagt:

      Es mag ja sein, dass im Klinikum-Parkhaus ab 16:00 Uhr 95 % der Parkpl├Ątze zur Verf├╝gung stehen (was ich im ├ťbrigen bezweifle). Aber:
      1. Oft genug wird mit dem Auto auch eingekauft. Wie viele hunderte von Metern soll man dann die Eink├Ąufe vom Parkhaus zu seiner Wohnung schleppen? Ganz zu schweigen von Alten, Kranken, Menschen mit Behinderung, Pflegediensten, Lieferdiensten etc.?
      2. Sp├Ątestens mit Beginn des Fr├╝hdienstes werden die Parkpl├Ątze wieder f├╝r die Mitarbeiter des Klinikums und sp├Ąter f├╝r Besucher ben├Âtigt. Wann sollen also die Anwohner, die dort zum Parken “verdonnert” werden sollen, die Parkpl├Ątze wieder r├Ąumen? Und nicht nur in der Woche, sondern auch am Wochenende?

  15. RA Lerch sagt:

    Als Anwohner des Ehlentruper Wegs begr├╝sse ich die Regelung(en) sehr. Statt Schildern, die man leicht “├╝bersehen” kann, h├Ątte ich mir allerdings direkt Einfahrtssperren an den Hauptverkehrsstrassen gew├╝nscht. Der Durchgangsverkehr nutzt den EW ja vor allem, weil er eine schnelle Alternative zu Detmolder und Oldentruper ist – und ohne Ampeln. Aber es ist ein guter Anfang!

    Den Wegfall der Parkpl├Ątze sehe ich kritischer, auch wenn es mich pers├Ânlich nicht trifft (habe Stellpl├Ątze). Statt die Parkpl├Ątze komplett zu vernichten sollte eine flexible zeitabh├Ąngige Regelung getroffen werden; Bewirtschaftung des Parkraums unter der Woche bzw tags├╝ber, kostenloses Parken Abends / Nachts und am Wochenende (bzw. Parken f├╝r Anwohner).

    Da muss die Stadt R├╝cksicht auf meine Nachbarn nehmen, wenigstens auf die, die ihr Auto t├Ąglich f├╝r den Arbeitsweg brauchen und daher morgens wegbewegen. Wer sein Auto hingegen tags├╝ber stehen l├Ąsst, tagelang, der soll dann eben zahlen oder etwas weiter weg parken.

    Zumal eine Markierung am Boden (oder eben eine fehlende Markierung) die meisten Handwerker, Lieferanten etc. nicht schert, meine Einfahrten bzw Stellpl├Ątze werden ja auch regelm├Ąssig zugeparkt obwohl Linien die Einfahrten markieren und die Rechtslage jedem F├╝hrerscheinbesitzer klar sein sollte. Bei allem Verst├Ąndnis f├╝r die Zwangssituation der Dienstleister ist mir der Kragen mittlerweile geplatzt, was ich jetzt auch jeden Parks├╝nder sp├╝ren lasse.

    An dieser Stelle auch der Hinweis: f├╝r Dienstleister / Besucher sollte jeder Strassenabschnitt irgendwo genug Platz haben, dass auch mal ein Umzugswagen / LKW irgendwo unterkommt. Aktuell stellen die sich halt auch einfach irgendwo hin, kommt dann halt nur noch durch was klein genug ist.

  16. Heidi Paul sagt:

    Bravo, das ist eine vielversprechende Entwicklung! Wie in Groningen, die mit ihrem Konzept der “gefilterten Durchl├Ąssigkeit” die Verkehrswende schon geschafft haben: Indem direkte Verbindungen (im Falle Groningens sogar zwischen kompletten Stadt-Sektoren) f├╝r den motorisierten Verkehr gesperrt wurden, hat sich deren Fahrzeit signifikant erh├Âht und insbesondere “unn├Âtige” Fahrten, Abk├╝rzungen durch Wohngebiete etc. wurden erschwert. Alle Anwohner/-innen mit Auto k├Ânnen dort aber immer noch fahren. Und Fu├č- und Radverkehr profitiren von den direkten Verbindungen durch die Innenstadt und werden beschleunigt. Durch die B├╝ndelung des Verkehrs sank zudem die L├Ąrmbel├Ąstigung f├╝r die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Folge: Etwa die H├Ąlfte aller Wege wird in Groningen inzwischen mit dem Rad zur├╝ckgelegt und die Menschen flanieren entspannt durch die Innenstadt mit ihren vielen Caf├ęs und Einkaufsm├Âglichkeiten. Kein Wunder, dass sich die anf├Ąnglichen Proteste von H├Ąndlern und Gewerbetreibenden relativ schnell gelegt haben. Also Bielefeld, auf gehts!

    • Anwohner EW sagt:

      Wieso “Bielefeld, auf geht┬┤s!” ??? Wenn es in Groningen so toll ist, dann verehrte Heidi, zieh doch dahin und lass┬┤ uns in Bielefeld in Ruhe.

      Davon mal abgesehen hat Groningen rund 100.000 Einwohner und rund 73 qkm Fl├Ąche weniger als Bielefeld.

  17. Heidi Paul sagt:

    Etwas schade nur, dass der Verkehrsversuch ausgerechnet in den den nass-kalten Herbst hinein startet – und damit in eine Jahreszeit, in der vermutlich weniger Menschen entspannt zu Fu├č und auf dem Rad flanieren und damit die neue Regelung erproben k├Ânnen. Ich kenne die Faustregeln: Verkehrsversuche m├╝ssen mindestens 1 Jahr laufen. Erstens, um jahreszeitliche Faktoren auzuschlie├čen und zweitens, weil es rund 3 Monate dauert (andere sagen 6), bis Menschen ge├Ąnderte Wegef├╝hrungen erkennen/akzeptieren und die Verkehrsfl├╝sse sich entsprechend ├Ąndern.
    Die Einbahnstra├čen-Regelung l├Ąuft jetzt also nur 3 Monate und beginnt Ende Oktober … ein Schelm, wer B├Âses dabei denkt.

  18. Anwohner EW sagt:

    Als Anwohner des EW habe ich diesen seit 1997 t├Ąglich f├╝r meine Fahrt mit dem Auto zur Arbeit genutzt. Meine Wohnung habe ich mir im EW wegen der relativen N├Ąhe zu meiner Arbeitsstelle genommen. Nun darf ich ab dem 26.10.2022 auf die sowieso stark belastete Prie├čallee und die Oldentruper Str./Oelm├╝hlenstr. ausweichen, was meinen Arbeitsweg sowohl von der Strecke als auch zeitlich verl├Ąngert. Ein ├Âkologischer wie ├Âkonomischer Schwachsinn. Und warum dies alles? Weil eine obskure Gruppe von Menschen, die sich hinter dem sch├Ânen Begriff “Initiative Radentscheid” versteckt, ohne jegliche (demokratische) Legitimation “Vertr├Ąge” mit der Stadt Bielefeld geschlossen hat. Soweit mir bekannt haben 26.000 Unterzeichner dieses “B├╝rgerbegehren” unterst├╝tzt. Unterstellt, dass diese Unterzeichner allesamt Bewohner Bielefelds sind, so stellt diese Gruppe gerade mal 1/13 der Bielefelder Bev├Âlkerung dar. Mit anderen Worten haben ├╝ber 300.000 Bielefelder (oder 12/13 der Bev├Âlkerung) nicht unterschrieben bzw. wurden ├╝berhaupt nicht gefragt.

    Zudem werden Autofahrer immer wieder nett darauf hingewiesen, dass sie ihr Auto stehen lassen (wo denn, wenn die Parkpl├Ątze gestrichen und/oder wie geplant enorm verteuert werden) und stattdessen den ├ľPNV nutzen sollen. Warum nutzen denn die Radfahrer nicht den ├ľPNV? Bzw. schleppen auch noch ihre R├Ąder mit in die Stra├čenbahn, damit sie nicht nur auf der Stra├če, sondern auch im ├ľPNV eine maximale Behinderung darstellen?

    Wenn die Fahrradfahrer, die sich ja st├Ąndig auf ihr ├Âkologisches Verst├Ąndnis und Verhalten berufen, statt Fahrrad zu fahren den ├ľPNV nutzen w├╝rden, br├Ąuchten wir keine Fahrradstra├čen, (gegenl├Ąufige) Einbahnstra├čen oder Sperrungen durch Poller.

    Und wenn diese “Initiative Radentscheid” schon st├Ąndig (Stra├čen-)Umbauten fordert, sollte sie zumindest an den Kosten beteiligt werden. Ich schlage deshalb vor, von jedem Unterzeichner des B├╝rgerbegehrens einen Um-/Ausbaubeitrag f├╝r Radwege etc. von mindestens 100,00 ÔéČ zu fordern, Namen und Anschriften d├╝rften ja bekannt sein. Das bringt erstmal 2,6 Millionen Euro in den Stadts├Ąckel.

    • Lemmy_7 sagt:

      Woher kommt ihr Hass auf Radfahrende? W├Ąre es Ihnen lieber, ich w├╝rde mit meiner Tonne Blech die Stra├če verstopfen, als mit meinem Rad zu fahren?

      Ich fahre regelm├Ą├čig mit dem ├ľPNV und habe noch nie jemanden gesehen, der sein Fahrrad mitgenommen hat. Dass auf diese Weise regelm├Ą├čig andere Passagiere behindert werden, halte ich f├╝r ausgemachten Unsinn. Fahren Sie regelm├Ą├čig mit dem ├ľPNV?

      Der ├ľPNV ist (bei ausreichend hoher Auslastung) die platzsparendste Form der Fortbewegung ├╝ber mittellange Strecken. Das Fahrrad ist ├╝berall dort sinnvoll, wo eine (schnelle) ├ľPNV-Anbindung nicht gegeben ist – was ja leider noch recht h├Ąufig der Fall ist. Sie haben Recht mit der (indirekten) Aussage, dass auch Radfahren eine Form des Individualverkehrs ist. Individualverkehr ist immer ineffizienter als Massenverkehr. Radfahren ist aber die – nach dem zu Fu├č Gehen – platzsparendste und umweltfreundlichste Form des Individualverkehrs. Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass das Bewegen von mehr als einer Tonne Blech keine effiziente Form der Fortbewegung ist, zumindest nicht f├╝r kurze Strecken? Das Auto hat seine Daseinsberechtigung, die spreche ich ihm nicht ab – allerdings nicht f├╝r Strecken unter 10km, alleine und ohne Gep├Ąck, so wie das im Berufsverkehr fast ausschlie├člich der Fall ist. Gelingt es, diese vermeidbaren Autofahrten mit anderen Verkehrsmitteln zur├╝ckzulegen, so hat dies viele Vorteile:

      – Der Verkehr wird f├╝r alle diejenigen, die tats├Ąchlich auf das Auto angewiesen sind (k├Ârperliche Beeintr├Ąchtigungen, weite Strecke, schlechte ├ľPNV-Anbindung, regelm├Ą├čiger Transport schwerer Gegenst├Ąnde) merklich entspannter und effizienter, da weniger Autos auf der Stra├če sind – denn diese machen den Verkehr langsam, nicht die Radfahrer

      – Weniger L├Ąrm und Luftverschmutzung f├╝r Anwohnende

      – sichererer Fu├č- und Radverkehr

      – entspannterer Arbeitsweg f├╝r alle, den Autoverkehr ist ein gro├čer Stressfaktor

      – dadurch, dass weniger Menschen ein Auto ben├Âtigen, wird eine Menge Platz frei, den man in der Stadt sinnvoller verwenden kann

      • Anwohner EW sagt:

        Ich habe keinen Hass auf Radfahrende, mich st├Âren nur die oft uneinsichtigen und egoistischen Forderungen. Darum habe ich auch kein Problem damit, dass Sie sich mit einem Fahrrad fortbewegen. Und ja, ich fahre neben meinem Auto auch regelm├Ą├čig mit dem ├ľPNV. Und dabei habe ich mehrfach (nicht regelm├Ą├čig) Radfahrende gesehen, die ihr Fahrrad mit in die Stra├čenbahn genommen haben und dann teilweise (nicht regelm├Ą├čig) andere Fahrg├Ąste behindert haben.

        Die Umweltfreundlichkeit von Fahrr├Ądern wird durch die Zunahme des Anteils von E-Bikes in Frage gestellt, da die Herstellung und Entsorgung der dazu ben├Âtigten Akkus alles andere als umweltfreundlich ist.

        Der durch Autos verursachte L├Ąrm und die Luftverschmutzung beziehen sich auf Verbrenner-Motoren mit Benzin-, Diesel- oder Gasantrieb. Durch alternative Antriebe wird diese Thematik in den Hintergrund treten.

        Ob der Verkehr durch Zunahme des Radverkehrs zwingend sicherer wird ist zu bezweifeln, da ich sowohl im Ehlentruper Weg als auch an sonstigen Stellen Bielefelds Radfahrende erlebt habe, die ein Maximum an Geschwindigkeit aus ihren (Renn-)R├Ądern und E-Bikes heraus zu holen versuchten ohne jegliche R├╝cksicht auf andere Radfahrende und Fu├čg├Ąnger. Ich warte nur auf den ersten Unfall eines solchen (lautlosen) Hochgeschwindigkeits-Kamikaze-Fahrers, der im Ehlentruper Weg ein (unaufmerksames) Kind auf Schulweg “erwischt”.

        Auff├Ąllig ist in Ihrer Antwort, dass Sie mit keinem Wort auf die von mir vorgeschlagene/geforderte Kostenbeteiligung der Radfahrer am Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur eingegangen sind.

        • Lemmy_7 sagt:

          “mich st├Âren nur die oft uneinsichtigen und egoistischen Forderungen”

          Wieso egoistisch? Die Forderungen zielen auf die Gleichberechtigung von zwei Gruppen an Verkehrsteilnehmern (Fu├čg├Ąnger und Radfahrer) ab. Egoistisch ist es, wenn ich einen Riesenaufstand mache, weil ich MEIN PERS├ľNLICHES Fahrzeug nicht mehr quasi kostenfrei im ├Âffentlichen Raum parken darf. Mein Auto dort abzustellen hilft nur mir, allen anderen steht es im Weg herum – etwas, das nur mir hilft, allen anderen aber schadet oder sie zumindest behindert, ist egoistisch.

          Ein E-Bike hat in der Regel etwa 250Wh an Akkukapazit├Ąt. Das sind 0,25kWh. Ein Einstiegsklasse E-Auto hat etwa 40kWh an Akkukapazit├Ąt. Das ist das 160-fache, oder auch anders formuliert: F├╝r jedes dieser Autos k├Ânnte man 160 E-Bikes mit Akkus ausstatten. Wieviele Leute k├Ânnen mit 160 E-Bikes transportiert werden, wieviele mit einem Auto? Bei Oberklasse Elektro-SUVs sieht die Bilanz noch vernichtender aus (Mercedes EQS SUV 450+: 108 kWh, entspricht 432 E-Bike Akkus). Ja, Lithiumakkus sind umweltsch├Ądlich. Aber E-Bikes machen nur einen geringen Anteil an den hergestellten Batterien (bzw. an der Entsorgung dieser) aus, w├Ąhrend sie auch z.B. ├Ąlteren Radfahrenden das Radfahren erm├Âglichen. E-Bikes sind ein wichtiger Faktor f├╝r die Mobilit├Ątswende.

          “Der durch Autos verursachte L├Ąrm und die Luftverschmutzung beziehen sich auf Verbrenner-Motoren mit Benzin-, Diesel- oder Gasantrieb. Durch alternative Antriebe wird diese Thematik in den Hintergrund treten.”
          Der Gro├čteil des Feinstaubs wird durch Reifen- und Bremsenabrieb erzeugt. E-Autos sind hier nicht besser. Auch sind E-Autos wesentlich schwerer, was das Fremdgef├Ąhrdungspotenzial weiter erh├Âht. Zu der Umweltvertr├Ąglichkeit von E-Autos (ich denke, dass Sie auf diese abzielen, wenn sie von alternativen Antrieben reden?) verweise ich auf Ihren Kommentar zu E-Bikes und meiner Beispielrechnung oben.

          “Ich warte nur auf den ersten Unfall eines solchen (lautlosen) Hochgeschwindigkeits-Kamikaze-Fahrers, der im Ehlentruper Weg ein (unaufmerksames) Kind auf Schulweg ÔÇťerwischtÔÇŁ.”
          Merkw├╝rdigerweise lese ich immer nur von t├Âdlichen Unf├Ąllen, an denen Kraftfahrzeuge die Hauptschuld tragen. Lautlos und schnell sind auch E-Autos, diese sind aber noch ungef├Ąhr um den Faktor 25 schwerer als ein Radfahrer. Dies soll nicht generell r├╝cksichtsloses Verhalten relativieren, aber ich sehe absolut nicht, wo dies aktuell ein ernstzunehmendes Problem darstellen sollte. Im Gegenteil, so schreibt der ADFC Berlin:

          “Fu├čg├Ąnger haben 17% Ihrer Verkehrsunf├Ąlle mit Radfahrern (1 von 5) und 76% ihrer Verkehrsunf├Ąlle mit Kraftfahrern (4 von 5).

          Die Unf├Ąlle zwischen Kraftfahrern und Fu├čg├Ąngern sind zu etwa 50% durch Fu├čg├Ąnger verursacht (jeder 2.). Auch Unf├Ąlle zwischen Radfahrern und Fu├čg├Ąngern sind zu etwa 50% von Fu├čg├Ąngern verursacht (ebenfalls jeder 2.).

          Radfahrer auf Gehwegen verursachen 3% der Fu├čg├Ąngerunf├Ąlle (jeder 33.) und f├╝r 1% der Fu├čg├Ąngerunf├Ąlle sind Radfahrer im Bereich von Haltestellen des ├ľPNV verantwortlich (jeder 100.).

          Radfahrer verursachen insgesamt 8% der Unf├Ąlle von Fu├čg├Ąngern und stellen damit keine Hauptursache von Fu├čg├Ąngerunf├Ąllen dar.”

          Da laut Statistik (ich denke mir das nicht aus) 76% der Unf├Ąlle von Fu├čg├Ąngern durch Kraftfahrzeuge verursacht werden, geht dieses Projekt absolut in die richtige Richtung und sollte auf weitere Stra├čenz├╝ge ausgedehnt werden. Ihr subjektiver Eindruck deckt sich nicht mit empirischen Beobachtungen.

          “Auff├Ąllig ist in Ihrer Antwort, dass Sie mit keinem Wort auf die von mir vorgeschlagene/geforderte Kostenbeteiligung der Radfahrer am Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur eingegangen sind.”

          Radfahrer zahlen – wie alle anderen B├╝rgerinnen und B├╝rger auch – Steuern. Diese sind nicht zweckgebunden. Ich finanziere also die Stra├čen mit. Wenn Sie denken, dass mit KFZ- und Kraftstoffsteuer der Erhalt und Ausbau der Stra├čen zu 100% finanziert w├Ąre, dann denken Sie leider recht naiv. Forscher haben vor Kurzem herausgefunden, dass Autofahrer massiv subventioniert werden. heise.de schreibt dazu:

          “Je Pkw liegen die nicht bezahlten Kosten bei ungef├Ąhr 2100 Euro pro Jahr” – KFZ-Steuer und Kraftstoffsteuer sind bereits abgezogen. Einigen wir uns doch auf Folgendes: Wenn alle Autofahrer sich einverstanden erkl├Ąren, 2100 Euro pro Jahr zus├Ątzlich f├╝r die durch sie verursachten Kosten zu bezahlen, bezahle ich gerne 100 Euro pro umgestaltetem Stra├čenzug. Das w├Ąre es mir allemal wert. ├ťbrigens: Der ADFC kommt auf etwas h├Âhere Kosten und schreibt:

          “Der Vergleich zeigte,dass das Fahrrad einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen von 30 Cent pro Kilometer hat. W├Ąhrend Autofahrer 20 Cent Kosten pro Kilometer erzeugen, die derzeit nicht durch Steuern und Abgaben gedeckt sind. Bei etwa 20.000 Personenkilometer pro Jahr und Auto erzeugt jedes einzelne Auto so 4.000 Euro Kosten f├╝r die Gesellschaft.”

          Gut, dass wir das mal gekl├Ąrt haben. Radfahrende sind nicht die “Schnorrer”, als die sie leider immernoch viel zu h├Ąufig gesehen werden.

          • Anwohner EW sagt:

            Die Initiative Radentscheid fordert keine Gleichbehandlung, sondern eine Sonder- im Sinne von Vorzugsbehandlung. Und ich stelle mein Fahrzeug nicht im ├Âffentlichen Raum ab. Von kostenlos habe ich ├╝brigens nie gesprochen.

            Der Sinn und Nutzen von E-Bikes ist mir schon klar, dennoch sind sie umweltsch├Ądlicher als ein “normales” Fahrrad. Der Vergleich E-Bike zu E-Auto hinkt, weil ein 40 kw/h-Akku nicht die gleichen Mengen an Ressourcen verbraucht wie 160 0,25 kw/h-Akkus. Im ├ťbrigen bin ich kein Freund von E-Autos und meinte diese bei alternativen Antrieben auch nicht, jedenfalls nicht ausschlie├člich. Ich favorisiere Wasserstoff- und Brennstoffzellenantriebe. Fahrr├Ąder haben ebenfalls Reifen und Bremsen und verursachen ebenfalls Feinstaub durch Abrieb.

            Ich denke auch nicht, dass mit Kfz- und Mineral├Âlsteuer der der Erhalt und Ausbau der Stra├čen zu 100% finanziert w├Ąre. Aber im Gegensatz zu Radfahrenden zahlen Kfz-Fahrende wenigstens einen Teil der Kosten direkt.

            Ich schlage jetzt jedoch vor wir beenden unsere “pers├Ânliche” Diskussion ├╝ber Sinn und Unsinn von Kfz, Fahrr├Ądern und ├ľPNV und den jeweiligen ├Âkologischen wie ├Âkonomischen Nutzen bzw. Schaden, denn Thema ist hier die Fahrradstra├če Ehlentruper Weg/Rohrteichstra├če und die sinnvolle Umsetzung des Konzepts zum Wohle Aller… der Anwohner, der Kfz-Nutzer, der Radfahrer und der Fu├čg├Ąnger.

    • Auch begeisterter Radfahrer sagt:

      Ich habe -mittlerweile muss ich sagen ÔÇ×dummerweiseÔÇť- auch beim Radentscheid unterschrieben, weil ich das grunds├Ątzliche Ziel von mehr und besseren Radwegen generell bef├╝rworte. Ich bereue dies jetzt aber zutiefst.
      Ich m├Âchte mich ausdr├╝cklich von dem Vertrag mit der Stadt Bielefeld und den aktuellen Ausw├╝chsen durch die Ideen, die von dieser Initiative angesto├čen wurden, distanzieren. Und da bin ich sicherlich nicht der einzige.
      Von daher w├╝rde die Zustimmung nach einer erneuten, aktuellen Befragung sicher noch geringer ausfallen.

  19. Lemmy_7 sagt:

    Gerade die Debatte um Parkpl├Ątze scheint hier besonders emotional gef├╝hrt zu werden. Dabei ist der Status Quo doch eigentlich absurd: Momentan ist es an vielen Stellen in der Stadt erlaubt, seinen pers├Ânlichen Besitz (KFZ) im ├Âffentlichen Raum (fast) kostenfrei abzustellen. Wieso darf ich dies mit meinem Auto machen, aber nicht mit anderen Gegenst├Ąnden? Meinen Hausrat darf ich auch nicht einfach in einer Parkbucht abstellen.

    Wo ist der Aufschrei dar├╝ber, dass es fast keine Abstellm├Âglichkeiten f├╝r Fahrr├Ąder gibt, zumindest keine, die sicher sind? Ist dies etwa keine Benachteiligung von Haushalten ohne Auto?

    Bei dieser Debatte merkt man wieder einmal, dass man bei der Verteilung von Privilegien sehr vorsichtig sein muss, weil die Menschen eine Wegnahme eben dieser Privilegien als Strafe auffassen. Ja, vor 50 Jahren wurde s├Ąmtliche Infrastruktur und Stadtplanung auf das Auto ausgelegt. Dies war zu der Zeit ein riesiges Privileg, ohne das der motorisierte Individualverkehr gar nicht erst in dieser Form m├Âglich gewesen w├Ąre, denn Autos brauchen vergleichsweise gro├če Stra├čen und Stellpl├Ątze, um zu funktionieren. Dass man mittlerweile vielerorts begriffen hat, dass diese Privilegien f├╝r den KFZ-Verkehr einen Preis f├╝r den Rest der Gesellschaft haben, die nicht davon profitieren, ist ein Zeichen des Fortschritts. Dass so viele Menschen darauf so defensiv und voreingenommen reagieren, ist ein Armutszeugnis – wie bei einem Kind, dem eines seiner Spielzeuge weggenommen wird, weil es schon so viele hat, und die anderen Kinder auch mal mit etwas spielen wollen.

    Kurz: Wer der Meinung ist, dringend ein Auto in der Innenstadt fahren zu m├╝ssen, der/ die sollte sich auch selber darum k├╝mmern, wo er/ sie seinen Besitz abstellt, und nicht den Rest der Gesellschaft damit behindern.

    • M.m├╝ller sagt:

      Selbiges gilt dann wohl auch f├╝r das rad. Warum dann nicht auch ein P+R f├╝r Radfahrer? Damit ich mich in der Fu├čg├Ąngerzone frei bewegen kann…..

      • Lemmy_7 sagt:

        In der Fu├čg├Ąngerzone sind Fahrr├Ąder nicht zugelassen und haben dort auch nichts zu suchen. Wenn dort jemand tags├╝ber mit dem Fahrrad f├Ąhrt, so verh├Ąlt sich diese Person regelwidrig, was ich nicht guthei├če.

        Die Idee hinter P&R ist ja, dass Pendler von au├čerhalb ihr Auto dort abstellen und den ├ľPNV nehmen. Dadurch wird sowohl die Verkehrs- wie auch die Parksituation in der Innenstadt entlastet. Da das Fahrrad deutlich weniger Fl├Ąche braucht als das Auto, ist es nicht notwendig, dieses au├čerhalb abzustellen, sondern es kann mit diesem direkt bis zum Zielort gefahren werden. Auch f├╝hren Fahrr├Ąder nicht zu Staus, jedenfalls nicht bei gut ausgebautet Radinfrastruktur.

    • EW_Anwohnerin sagt:

      Lieber Lemmy_7,
      ich w├╝rde gerne einmal auf die von Ihnen genannten Punkte eingehen.
      1. “Meinen Hausrat darf ich auch nicht einfach in einer Parkbucht abstellen.”
      –> Das nenne ich mal ├äpfel mit Birnen vergleichen. Also Sie k├Ânnen ja gerne mal versuchen Ihren Hausrat drau├čen abzustellen, aber gehen Sie nicht davon aus, dass er am n├Ąchsten Tag noch da ist und ich glaube letzteres ist eher der Grund daf├╝r, dass Sie dies nicht tun und nicht weil Ihr Zeugs dann im Weg rumsteht.
      2. “Wo ist der Aufschrei dar├╝ber, dass es fast keine Abstellm├Âglichkeiten f├╝r Fahrr├Ąder gibt, zumindest keine, die sicher sind? Ist dies etwa keine Benachteiligung von Haushalten ohne Auto?”
      –> Dort, wo ab heute die Parkpl├Ątze gestrichen worden sind, sind haupts├Ąchlich Wohnh├Ąuser. Dort, wo Dienstleister etc. ihren Sitz haben, gibt es in der Regel auch Abstellm├Âglichkeiten f├╝r das Fahrrad und wenn dort keine sind, dann ist das mMn. kein Problem der Stadt sondern ebendieser Anbieter von Dienstleistungen, der sich gegen eine Anschaffung eines Fahrradst├Ąnders entschieden hat. Wenn Sie allerdings mal auf die Innenstadt schauen, so kann ich Ihnen als jemand, der sehr h├Ąufig das Fahrrad nimmt, da es manchmal einfach schneller ist, sagen, dass dort sehr viele Abstellm├Âglichkeiten f├╝r Fahrr├Ąder sind. Wenn Ihr Schloss nicht gut genug ist, dann k├Ânnen Sie Ihr Rad nat├╝rlich auch in der Radstation von MoBiel parken. Das ist nat├╝rlich nicht kostenlos, aber selbst wenn es mehr von diesen Stationen geben w├╝rde, w├Ąren die nat├╝rlich auch nicht kostenfrei, denn das Instandhalten von so einer Station oder einem “Fahrrad-Parkhaus” muss sich ja auch lohnen.
      3. Ihr letzter Absatz.
      –> Ich pers├Ânlich fahre sehr viel Fahrrad. Mein kurzer Arbeitsweg von 6km pro Weg gibt das aber auch her. Auch kleinere Erledigungen oder Eink├Ąufe werden von mir mit dem Rad erledigt. Mein Mann allerdings hat einen Arbeitsweg von 25km pro Weg, die nicht so gut mit dem Rad zu fahren sind. Auch der ├ľPNV gibt keine ordentliche Verbindung her. Auch gr├Â├čere Erledigungen, wie z.B. ein Wocheneinkauf, m├╝ssen nun mal mit dem Auto gemacht werden. Und dieses Auto muss halt auch abgestellt werden. Wir sind Anwohner des EW und vor unserer Haust├╝r wurden jetzt die Parkpl├Ątze einfach gestrichen. Ich h├Ątte mir da einfach andere L├Âsungsansetze gew├╝nscht, wie z.B. eine Parkzone f├╝r Anlieger, da wir keinen Stellplatz haben. Nun werden wir jedes Mal, wenn wir das Auto benutzen m├╝ssen einen Parkplatz suchen und durch die Einbahnstra├čen-Regelung werden wir auch den einen oder anderen KM mehr fahren m├╝ssen, da wir nicht einfach Wenden k├Ânnen, wenn bei uns kein Parkplatz frei ist, sondern einmal um den Block fahren m├╝ssen, um zu schauen ob weiter hinten in der Stra├če etwas frei ist, denn die Einbahnstra├če f├╝hrt nach der Kreuzung pl├Âtzlich in die entgegengesetzte Richtung. Es ist einfach nicht sinnvoll geregelt f├╝r Anlieger.

      Und mal Hand aufs Herz, wer f├Ąhrt freiwillig durch diese Stra├če, wenn er nicht wirklich muss? Die Planung ist bei diesem Projekt einfach total in die Hose gegangen. Da bringt auch jegliche Hetzerei gegen Autos und Autofahrer nichts mehr. Manche brauchen halt das Auto, weil es keine ordentliche Alternative f├╝r viele Wege gibt. Man h├Ątte erst Alternativen schaffen sollen, bevor man einfach etwas auf biegen und brechen durchsetzen m├Âchte.
      Eine Fahrradstra├če an sich ist ja nichts schlechtes, aber mir als Radfahrerin im EW h├Ątte es absolut gereicht, die Rechts-vor-Links Regelung zu streichen, damit ich als Radfahrerin immer Vorfahrt habe und gut ist. Ich wohne schon einige Jahre im EW und habe vermutlich schon Tausende Kilometer auf dieser Stra├če mit dem Rad zur├╝ckgelegt und nicht einmal war mir ein Auto im Weg.

      • Lemmy_7 sagt:

        Liebe EW_Anwohnerin, danke f├╝r Ihren sachlichen Kommentar, das mit dem Umgangston scheint hier leider Vielen nicht so zu liegen.

        Zu 1): Mir geht es darum, dass das Abstellen von sonstigen Gegenst├Ąnden in Parkbuchten schlicht verboten ist, diese also exklusiv dem Auto vorenthalten sind.

        zu 2): Eine Ausnahme bildet hier das Fahrrad, welches ich rein rechtlich in einer Parkbucht abstellen k├Ânnte. Das werde ich aber nicht tun, da keine Anschlie├čm├Âglichkeiten existieren. Nicht jede/r hat die M├Âglichkeit, das Fahrrad in der Wohnung, im Garten oder im Keller abzustellen. Und wenn ich Besuch empfange, der per Rad kommt, gibt es keine Stellfl├Ąchen daf├╝r. Gerade weil diese Gegend ein Wohngebiet ist, halte ich es f├╝r notwendig, dass einige der PKW-Stellpl├Ątze zu Radabstellpl├Ątzen umfunktioniert werden. Das m├╝ssten noch nicht einmal viele sein; auf einen PKW-Parkplatz passen je nach Umsetzung bestimmt zehn Fahrr├Ąder.

        Ich wollte ├╝brigens nie gegen Autofahrer hetzen. Wenn, dann gegen Autos – die sind n├Ąmlich in der Menge mittlerweile ein riesiges Problem und dominieren komplett das Stadtbild. Wieso sagen alle, dass es in der Stadt laut ist? Wieso ist es gef├Ąhrlich, die Stra├če zu ├╝berqueren? Wieso werden Kinder “aus Sicherheitsgr├╝nden” mit dem Auto zur Schule gebracht? Die Antwort auf all das ist das Auto. Ich suche die Schuld daf├╝r selbstverst├Ąndlich nicht beim Individuum, das sich nunmal den Begebenheiten anpasst, und bin auch insofern Realist, dass nicht jeder Weg ohne Auto zu bew├Ąltigen ist.

        Von daher: Auto bl├Âd, nicht Autofahrer bl├Âd

      • Lemmy_7 sagt:

        Und noch ein kurzer Nachtrag: Mit dem Arbeitsweg von 25km bildet Ihr Mann die Ausnahme – Sie geh├Âren dann zu den Haushalten, die tats├Ąchlich auf ein Auto angewiesen sind. Es gibt neben Ihnen aber viele Menschen, die dies nicht sind. W├╝rden diese Menschen auf ihr Auto verzichten, w├Ąre es auch wiederum einfacher f├╝r Sie, einen Parkplatz zu bekommen. Dass Sie bereits fast alle Wege mit dem Rad zur├╝cklegen finde ich ├╝brigens sehr l├Âblich und es geht mir hier selbstverst├Ąndlich auch nicht darum, Menschen zu verurteilen, die ein Auto besitzen. Ich selber besitze auch ein Auto (wird von zwei Haushalten f├╝r die gr├Â├čeren Eink├Ąufe verwendet sowie zur Bef├Ârderung von mehreren Personen auf einmal), welches jedoch die meiste Zeit unbenutzt herumsteht, weshalb ich auf mittellange Sicht auch dar├╝ber nachdenken werde, ob dies wirklich notwendig ist.

    • Anwohner EW sagt:

      Ich stelle meinen Pkw im Ehlentruper Weg nicht im ├Âffentlichen Raum, sondern auf Privatbesitz ab. Insofern werden mir keine Privilegien entzogen. Auch bei meiner Arbeitsstelle steht mein Pkw auf dem Gel├Ąnde meines Arbeitgebers bzw. in dessen Tiefgarage. Ich f├╝hle nur solidarisch mit meinen Nachbarn, denen die Stellpl├Ątze entzogen werden und die so hinsichtlich ihres Pkw faktisch enteignet werden.

      Im ├ťbrigen habe ich mit meiner MwSt. (f├╝nfstelliger Euro-Bereich) beim Kauf meines Pkw (kein SUV), der MwSt. + Mineral├Âlsteuer bei dessen Betankung sowie meiner j├Ąhrlichen Kfz-Steuer und der MwSt. auf Inspektion, Wartung und ggf. Reparaturen einen gen├╝genden ├Âkonomischen Beitrag f├╝r die Allgemeinheit und den Bau von Stra├čen geleistet und leiste ihn weiterhin.

  20. Lemmy_1 sagt:

    Ich lebe im Ehlentruper Weg und bin sowohl Fahrrad- als auch Autofahrer.
    Dabei nutze ich das Rad haupts├Ąchlich f├╝r kurze Strecken (bis 10km) und das Auto f├╝r den Weg zur Arbeit (25km) und gro├če Eink├Ąufe.
    Bisher habe ich als Fahrradfahrer nie das Gef├╝hl gehabt auf dem Ehlentruper Weg unsicher zu sein. Auch als Anwohner werde ich durch den bisherigen Pkw Verkehr auf dem Ehlentruper Weg nicht bel├Ąstigt. Zum einen sind es gar nicht so viele und zum anderen fahren diese in der Regel langsam.
    Ich sehe also keine Notwendigkeit des Projektes. Selbstverst├Ąndlich ist es positiv, dass die Fahrradfahrer in Zukunft Vorfahrt auf dem EW haben werden. Doch die Einbahnstra├čenregelung und das streichen der Parkpl├Ątze halte ich gerade als Anwohner f├╝r kontraproduktiv.
    Es ist schon in der Vergangenheit nicht immer einfach gewesen einen Parkplatz zu finden, da diese auch gerne vom Krankenhauspersonal genutzt werden. Eine L├Âsung, die den Anwohnern entgegenkommen w├╝rde, halte ich f├╝r sinnvoll.

  21. Anwohner sagt:

    “Anwohner*innen
    Durch die Reduzierung des Durchgangsverkehr nimmt die L├Ąrmbel├Ąstigung ab. Es wird deutlich ruhiger. Die H├Ąuser sind mit dem Auto nat├╝rlich weiterhin erreichbar, aber eventuell nicht aus allen Richtungen.” – fahrradstrasse-bi.de

    Ich kann mein Haus mit dem Auto erreichen, aber nicht mehr dort parken, schade. Ich h├Ątte mir gew├╝nscht, dass dies auch deutlicher kommuniziert worden w├Ąre. Ich f├╝hle mich n├Ąmlich leider dadurch ziemlich auf den Arm genommen, da dieser sehr wichtige Punkt verschwiegen worden ist. Schade, dass die Stadt hier nicht ehrlich arbeiten konnte…

    • Anwohner EW sagt:

      Hier muss ich ausnahmsweise die Stadt bzw. deren Planer in Schutz nehmen. Der Wegfall (eines gro├čen Teils) der Anwohnerparkpl├Ątze wurde bereits bei der ersten Online-Beteiligung thematisiert und kontrovers diskutiert.

      • Anwohner sagt:

        Und die Mehrheit war f├╝r den Wegfall der Parkm├Âglichkeiten, oder wurde diese dann einfach beschlossen?

        • Anwohner EW sagt:

          Der Wegfall der Parkpl├Ątze wurde kommuniziert, thematisiert, diskutiert, dann von Seiten der Moderation auf einen sp├Ąteren Zeitpunkt verschoben…. und dann einfach beschlossen.
          H├Ątten sich deutlich mehr Anwohner fr├╝hzeitig (im Sinne von rechtzeitig) informiert und reagiert, h├Ątte man das evtl. verhindern k├Ânnen.

  22. Anwohner EW sagt:

    Die Stadt Bielefeld d├╝rfte ├╝brigens die einzige Stadt weltweit sein, die sich einen getrennten Fahrradweg neben einer Fahrradstra├če herlaufend im n├Ârdlichen Bereich zwischen Otto-Brenner-Stra├če und Prie├čallee g├Ânnt !!! Dort h├Ątte man – und k├Ânnte es auch immer noch – jede Menge Parkpl├Ątze f├╝r Fahrr├Ąder, E-Scooter, Motorr├Ąder und Autos einrichten k├Ânnen.

    • B M sagt:

      Ist das nicht ein Fu├čweg? Es war mal ein Radweg, keine Frage, aber das Schild steht da schon seit Jahren nicht mehr und es gibt dort keinen anderen fahrbahnnahen Gehweg. Und in diesem Bereich scheint mir gar nicht so ein gro├čer Mangel an Parkm├Âglichkeiten zu bestehen.

      • ehlentruper sagt:

        Der wie ein B├╝rgersteig aussehende Weg direkt neben der Fahrbahn ist ein Radweg, der geschotterte Weg zwischen Gr├╝nstreifen und Grundst├╝cken ist ein Gehweg. So ist es nach wie vor lt. Ordnungsamt. Nur die Beschilderung eine Katastrophe.

        • B M sagt:

          Das war bis zur Einrichtung der Fahrradstra├če ein sogenannter “nicht benutzungspflichtiger” Radweg. Was das ist, versteht kein Mensch, und daran ist nicht die Bielefelder Verwaltung schuld, sondern das deutsche Verkehrsrecht. Es bedeutet, dass Radfahrende die Stra├če benutzen d├╝rfen, weil sie nicht so gef├Ąhrlich ist, dass eine Radwegpflicht erforderlich ist. Konkret bedeutet dass, dass Autos auf der Fahrbahn mit Fahrr├Ądern rechnen m├╝ssen und Fu├čg├Ąnger auf dem “nicht benutzungspflichtigen” Weg nicht laufen d├╝rfen. Meistens kann man ihn aber (weil kein Schild dranstehen darf) gar nicht von einem Fu├čweg unterscheiden. Diese unsinnige Konstruktion ist mit Einrichtung der Fahrradstra├če hinf├Ąllig. Jetzt ist es einfach ein Gehweg. Und das ist auch gut so, weil nicht jeder zu Fu├č den Umweg ├╝ber den Gr├╝nzug nehmen will, vor allem in der dunklen Jahreszeit.

          • B M sagt:

            Ich nehme meinen Kommentar zur├╝ck. Die Ausschilderung deutet tats├Ąchlich noch darauf hin, dass der Weg weiterhin ein nicht benutzungspflichtiger Radweg ist, da die Fu├čg├Ąnger nach rechts zwischen die B├Ąume gewiesen werden. Das sollte dringend ge├Ąndert werden!

          • Anwohner EW sagt:

            Den “nicht benutzungspflichtigen Radweg” benutzen nach wie vor Radfahrer, die nicht die Fahrradstra├če benutzen wollen. Fu├čg├Ąnger nutzen diesen “nicht benutzungspflichtigen Radweg” ausschlie├člich, wenn sie die Fahrradstra├če ├╝berqueren wollen. Und offenbar nutzen Fu├čg├Ąnger den eigentlichen, sehr breiten Fu├čweg sehr gerne, um darauf unter B├Ąumen zu flanieren, ein Schw├Ątzchen zu halten, auf den dort befindlichen B├Ąnken sitzend die Sonne oder das Treiben zu genie├čen usw.! Der “Umweg”, diesen Fu├čweg zu erreichen, betr├Ągt ├╝brigens “unzumutbare” ca. 10 m !!!

  23. Beppo sagt:

    Alles gut, Radfahrende (fr├╝her Radfahrer) an die Macht! Was ich mir aber w├╝nschen w├╝rde,
    w├Ąre ein Radfahrverbot in W├Ąldern und Parkanlagen zum Schutz von erholungsbed├╝rftigen
    Spazierengehenden, oder eben ganz normalen Spazierg├Ąngern. Die meisten Waldraser
    sind ohnehin mit E-Bikes ausger├╝stet, ohne sich Gedanken dar├╝ber zu machen, dass sie
    m├Âglicherweise gerade hochverachtenswerten Kohle-bzw. Atomstrom mit der eigenen
    Fitness verwechseln.

  24. Claus-Henning Ammann sagt:

    Zwei Mal pro Woche fahre ich mit dem Rad durch die Rohrteichstr., bei jedem Wind und Wetter. Ich freue ich mich, dass jetzt etwas gemacht wurde, damit es dort sicherer und komfortabler f├╝r die Radfahrenden und zu Fu├č Gehenden wird. Die Testphase sollte auf ein Jahr verl├Ąngert werden, damit sich alle Beteiligten an die Neuregelungen gew├Âhnen k├Ânnen.

    • Anwohner EW sagt:

      Die Testphasen beziehen sich ausschlie├člich darauf, wie man am besten den Durchgangsverkehr unterbinden kann. Alle anderen Ma├čnahmen (Wegfall der Parkpl├Ątze, Vorfahrtsregeln) sind kein Test, sondern Stand der Dinge und sollen dauerhaft so bleiben. Es geht in den Testphasen ausschlie├člich darum, ob die Einbahnstra├čen so bleiben und/oder P├Âmpel (zus├Ątzlich?) an markanten Stellen in die Fahrradstra├če “gepflanzt” werden.

  25. Heike Werner sagt:

    Wunderbar die Fahrradstrasse. Endlich war Platz auf dem Ehlentruper Weg, von der Prie├čalle kommend, weil auf der einen Seite keine Autos parken d├╝rfen und es hier auch nicht getan haben. Im weiteren Verlauf des Ehlentruper Weges wurde das absolute Halteverbot aber leider sehr h├Ąufig mi├čachtet.
    Auf meinem R├╝ckweg bog vor mir ein Auto von der Teutoburger Str. in den Ehlentruper Weg ein und mi├čachtete dort und im weiteren Verlauf noch 2 weitere Durchfahrt verboten Schilder. Hier muss einfach konsequent kontrolliert werden.

  26. CoSa sagt:

    Beobachtungen:
    Aggressive Autofahrer*innen auf der verzweifelten Suche nach Parkpl├Ątzen. Dies ist in der Dunklheit besonders auff├Ąllig.
    Fahhradfahrer*innen, die entweder von Autos bedr├Ąngt werden, oder selbst r├╝cksichtslos fahren – z.B. an der roten Fu├čg├Ąngerampel am Krankenhauspark/Wester.
    Fahrradfahrer*innen, die durch den Krankenhauspark brettern.
    E-Scooter, die ├╝berall rumstehen, -liegen und behindern.

    W├╝nsche:
    – Fortf├╝hrung der Fahrradstra├če ├╝ber die Teutoburger hinweg weiter ├╝ber den Ehlentruper Weg zur Bielsteinstra├če und dann auf die Rohrteichtra├če. Die Rettungswagen sind auf der Teutoburger gef├Ąhrlich!
    – Die Bielsteinstra├če zur Einbahnstra├če von der Detmolderstra├če befahrbar machen, die Alsenstra├če von der Oelm├╝hlenstra├če befahrbar zur Einbahnstra├če machen, da sie sonst Durchfahrtstra├čen werden.
    – Parkpl├Ątze an der Bielsteinstra├če im Bereich Luisenplatz endlich l├Ąngs zur Stra├če anordnen.
    – Unbedingt ├╝berall Fahrradst├Ąnder anbringen.

  27. AnwohnerIn17 sagt:

    Ich drehe hier t├Ąglich am Ehlenturper Weg meine Runde und seit gestern abend ist im Viertel Ruhe eingekehrt. Sowenig Autoverkehr ist hier sonst nie. Der Mildred-Scheel Park und die Anwohnerinnen sollten das geniesen.

  28. Eckhard Brinkmann sagt:

    Am Sonnabend habe den Artikel ├╝ber die neue Verkehrsf├╝hrung der Radstra├če Ehlentruper Weg gelesen und nur die H├Ąnde ├╝ber dem Kopf zusammengeschlagen.
    Kennen sich unsere Verantwortlichen denn nicht mit den Gegebenheiten vor Ort aus?
    Den Ehlentruper Weg in kurze Einbahnstra├čen zu unterteilen ist doch der reine
    Wahnsinn und verdr├Ąngt den Autoverkehr in die kleinen Wohnstra├čen in der Umgebung des
    Ehlentruper Weges.
    Beispiel:
    Ich m├Âchte von der Detmolder Stra├če kommen ├╝ber die Prie├čallee zum einem Ziel am Ehlentruper Weg fahren.

    Bisher:
    Ich biege von der Prie├čallee nach rechts in den Ehlentruper Weg und nach knapp 100 Metern habe ich mein Ziel erreicht.

    Ab Mittwoch:
    Ich fahre von der Prie├čallee in die Stra├če auf dem Calvinenfeld und dann ├╝ber den B├Ąckerplatz
    durch die Stra├če Im Siekerfelde und dann durch die Willbrandstra├če und dann endlich nach
    links in den Ehlentruper Weg einzubiegen.
    Fahrradfanatiker w├╝rden sagen, gehe doch zu Fu├č oder fahre mit dem Fahrrad. Mit 3-4 Kisten
    Mineralwasser(Glasflaschen) und in meinem Alter(70 Jahre) w├Ąre das aber sehr umst├Ąndlich.

    Ich belaste mit diesem Fahrweg die vielen kleinen Wohnstra├čen in diesem Gebiet !!!!

    Genauso ist es mit dem Ehlentruper Weg stadteinw├Ąrts.Von der Detmolder Stra├če kommt man nur ├╝ber die Wohnstra├če Diesterwegstra├če zum Ehlentruper Weg.
    Hat man ihn erreicht muss man sich dann zu entscheiden:
    Nach rechts Richtung Fr├Âbelstra├če-Prie├čallee oder nach links Richtung Teutoburger Stra├če.

    Sieht so die neue Verkehrsplanung in Bielefeld aus? Dann herzlichen Gl├╝ckwunsch.
    Warum geht es denn nicht mit Einbahnstra├čen in nur eine Richtung?

    Au├čerdem ist mir aufgefallen, dass einige Radfahrer die Prie├čallee gar nicht mehr als
    Vorfahrtsstra├če erkennen und dann auf der Fahrradstra├če ohne anzuhalten die Prie├čallee
    ├╝berqueren. Mir ist es nur durch scharfes Bremsen bisher 2x gelungen einen Zusammensto├č zu vermeiden.

    Mit freundlichen Gr├╝├čen
    Eckhard Brinkmann

    • B M sagt:

      Ich stimme Ihnen zu, dass die vielen neuen Schilder, die leider nicht mit einer deutlichen Umgestaltung des Stra├čenraums verbunden sind, m├Âglicherweise zu falschem Verhalten verleiten, insbesondere was die Vorfahrt betrifft. Die Querung der Prie├čallee sollte auf jeden Fall noch verbessert werden!
      Die Unterteilung des Ehlentruper Weges in mehrere kurze Einbahnstra├čen ist gerade dazu gedacht, Ortsfremde aus dem Quartier herauszuhalten. Vielleicht ist das nicht so optimal gestaltet. Die zweite H├Ąlfte des Tests wird ohne Einbahnstra├čen auskommen, m├Âglicherweise ist das f├╝r Sie g├╝nstiger.
      Auch ich muss nun mit dem Auto einen Umweg fahren, wenn ich zum Siekerfelde will. Aber da ich nicht so oft mit dem Auto fahre, finde ich das nicht so schlimm. Die entstandene Verkehrsberuhigung ist mir wichtiger. Wie oft m├╝ssen Sie denn Wasserkisten transportieren? Vielleicht w├Ągen Sie einmal ab, ob ein kleiner Umweg alle vier Wochen die Ruhe und Entspannung aufwiegt, die durch den geringeren Verkehr entsteht. Dazu muss sich die Verkehrsf├╝hrung vielleicht auch erst einmal einspielen.

  29. Pedalritter i.R. sagt:

    In den vergangenen 4 Jahrzehnten bin ich generell mehr Fahrrad als Auto gefahren.
    Das waren die Wege zur Arbeit, aber auch in der Freizeit sa├č ich viel mehr auf dem
    Rad als im Auto. Heutzutage fahren wir mit 3 Personen ca. 6000 KM im Jahr, also
    2000 pro Nase, wobei aufgrund einer Schwerbehinderung eines Familienmitglieds
    das Auto in diesem Rahmen mehr bewegt wird, als es unter gl├╝cklicheren Umst├Ąnden
    notwendig w├Ąre. Deshalb glaube ich, dass unser “├Âkologischer Fu├čabdruck” sich im
    Vergleich zu dem vieler Gr├╝n-W├Ąhler geradezu vorbildlich ausnimmt. Die Sorgen
    der Radfahrer kenne ich aus eigener Erfahrung zur Gen├╝ge, die demonstrativen
    Lastenradler jedoch finde ich einfach nur albern.

    Es w├╝rde mich nicht wundern, wenn sich bald frustrierte PKW-Besitzer auf den Radwegen
    festkleben w├╝rden. Meinen Segen h├Ątten sie.

    • B M sagt:

      Ich verstehe nicht ganz, was dieser Kommentar mit der Fahrradstra├če zu tun hat.

      • Anwohner EW sagt:

        1. Das man auch in den vergangenen 4 Jahrzehnten ohne Fahrradstra├čen Rad fahren konnte.
        2. Dass das st├Ąndige Stigmatisieren von Autos und Autofahrern sowie das unreflektierte neuzeitliche einseitige Bevorzugen von Radfahrern nicht Fahrrad fahrende, speziell Auto fahrende Mitmenschen frustrieren k├Ânnte.

        Der erste – verwerfliche – Anschlag auf Radfahrer mit Rei├čzwecken letzten Samstag zeigt das Frustrationslevel von vermutlich autofahrenden Anwohnern.

  30. Kathrin sagt:

    Bei allem Verst├Ąndnis zum Klimaschutz und der Verbesserung von Radfahwegen, kann ich nur sagen ich habe noch nie eine wahrlosere Verteilung von Einbahnstra├čenregelungen gesehen. Die totale Beschneidung der Zuwege zu Wohnstra├čen, besonders an den Kreuzungen Harrogate Allee und Prie├čallee kann doch nicht ernst gemeinte sein. Zumal die Umwege eine l├Ąngere Fahrzeit mit dem PKW mit sich bringen und der Ehlentruperweg schon seit mehr als 25 Jahren ├╝ber einen beidseitigen Radweg verf├╝gt. Dieser Versuch ist meines Erachtens schon am 1. Tag gescheitert. Wer soll da durchringen?

    • B M sagt:

      Vielleicht geben Sie der Verkehrsf├╝hrung noch eine Chance. Ich kann mich erinnern, als ich das erste Mal ein Ziel im Ortskern Heepen mit dem Auto ansteuerte und aufgrund der Einbahnstra├čen v├Âllig verzweifelte. Beim dritten Mal wusste ich genau, wo ich lang musste.

      • Anwohner EW sagt:

        Es w├Ąre nur sch├Ân, wenn sich der Durchgangsverkehr endlich an die Einbahnstra├čen-Regeln halten w├╝rde bzw. die Einhaltung polizeilich, wie am Adenauer-Platz, endlich ├╝berwacht w├╝rde.
        Ich habe mir am Dienstag – einem Feiertag – mal den Spa├č geg├Ânnt und 10 Minuten den Einm├╝ndungsbereich Prie├čallee/Ehlentruper Weg beobachtet. In diesen 10 Minuten sind 7 Kfz entgegen der Einbahnstra├če von der Prie├čallee in den Ehlentruper Weg abgebogen und sind mit deutlich mehr als max. 30 Km/h den Ehlentruper Weg stadtausw├Ąrts hochgefahren.

  31. B M sagt:

    Ich freue mich ├╝ber die neue Fahrradstra├če, auch wenn die Verkehrsf├╝hrung mich mit dem Auto zu einem Umweg zwingt, wenn ich zum Siekerfelde m├Âchte. Wichtiger ist f├╝r mich: Endlich gibt es einen schnellen und sicheren Weg mit dem Rad von S├╝dost in die Innenstadt!

    Ein paar Kleinigkeiten gibt es in meinen Augen noch zu verbessern:

    F├╝r die Sicherheit am wichtigsten ist in meinen Augen, dass die neue Vorfahrt auch durch m├Âglichst auff├Ąllige (gelbe?) Markierungen auf der Fahrbahn sichtbar gemacht werden. Es gibt zwar neue Schilder, aber die vorhandenen Fahrbahnmarkierungen und Aufpflasterungen suggerieren immer noch rechts vor links – das verwirrt und ist potentiell gef├Ąhrlich.

    Die Parkverbotsschilder sind schwer zu ├╝berblicken. Sie werden teilweise ignoriert. Viele Autos stehen noch auf dem Gehweg, obwohl die alten wei├čen Markierungen teilweise mit grau ├╝bermalt sind.
    Warum ist nicht mit klaren (gelben?) Markierungen auf dem Boden deutlich gemacht, wo man noch parken darf und wo nicht? Das w├╝rde das Parkplatzsuchen erleichtern und vielleicht den verst├Ąndlichen ├ärger derjenigen, die sich umgew├Âhnen m├╝ssen, abmildern.

    Da ich zum Ehlentruper Weg mit dem Fahrrad oft vom Norden aus der Otto-Brenner-Stra├če komme, w├╝nsche ich mir, dass die Fahrradstra├če schon direkt an der Otto-Brenner-Stra├če beginnt. Ich biege dorthin rechts ab und bin dann automatisch auf dem Radwegstummel dort, was ja nicht so ganz zu einer Fahrradstra├če passt. Sinnvoll w├Ąre es doch, wenn die ganze Breite des Bordsteinwegs jetzt den Fu├čg├Ąngern zur Verf├╝gung st├╝nde, damit sie auch etwas von der Umgestaltung haben!
    Immerhin gibt es jetzt eine Absenkung, so dass ich vom Ehlentruper Weg aus einigerma├čen gut links auf die Otto-Brenner-Stra├če Richtung Norden abbiegen kann.

  32. Anwohner EW sagt:

    Ich w├Ąre noch f├╝r eine dritte Testphase: Das Zeichen 250 der StVO “Durchfahrt verboten” am Anfang und Ende der Fahrradstra├če(n) mit dem Zusatz “Radfahrer, Anwohner und Lieferverkehr frei” anbringen, ebenso an den Zufahrtsstra├čen zu den Fahrradstra├čen. Die Einhaltung dieser Regelung konsequent durch Polizei bzw. Ordnungsamt kontrollieren. Bei konsequenter Kontrolle und sich dadurch einstellender (├╝berwiegender) Befolgung dieser Regelung Unterbindung des Durchgangsverkehrs auf den Fahrradstra├čen sowie den Seitenstra├čen des Viertels, Erleichterung der Parkplatzsuche, Befahrbarkeit der Stra├čen durch Lieferdienste, Handwerker und Taxis.

  33. jefla sagt:

    Wir wohnen als Familie in der Ostinnenstadt nahe dem Ostpark. Die Rohrteichstra├če ist f├╝r uns ein wichtiges Teilst├╝ck des Fu├č- oder Radweges in Richtung Innenstadt. Wir nehmen seit der Neuregelung der Rohrteichstra├če einen sp├╝rbaren Effekt wahr. Der Autoverkehr durch unser Wohnviertel von vor allem Lippischen und G├╝terlohern Mitb├╝rgern, die gew├Âhnlich zur Rushhour morgens und nachmittags sowie freitag- und samstagabends durch das Viertel gedr├Ąngelt und gerast sind, um das Nadel├Âhr Landgericht zu umfahren, ist deutlich reduziert. Wir genie├čen die Ruhe als Anwohner und die Beruhigung auf der Stra├če. Sollte dieser Effekt stabil bleiben, dann sehen wir in den Ma├čnahmen ein gelungene Verbesserung unserer Wohn- und Lebensqualit├Ąt.

    Als jemand, der seit 40 Jahren fast jeden Weg mit dem Fahrrad zur├╝cklegt, Radreisen unternimmt, Radsport treibt und sich in der Radsache engagiert hat, m├Âchte ich allerdings hier mein Erstaunen dar├╝ber ausdr├╝cken, wie RadfahrerInnen, vor allem E-Biker, die neuen Freiheiten missbrauchen und gewohnheitsm├Ą├čig selbst einfache Regeln des Stra├čenverkehrs und r├╝cksichtsvollen Miteinanders missachten: Rechts-vor-Links, rote Ampeln, B├╝rgersteige, Fu├čg├Ąngerzonen, Parkanlagen. Ich ├╝berquere t├Ąglich die Rohrteichstra├če auf der Mittelstra├če und habe mir angew├Âhnt, von links kommenden, unachtsamen und nicht bremsbereiten RadfahrerInnen meine Vorfahrt zu gew├Ąhren, um nicht ├╝ber den Haufen gefahren zu werden. Neulich hat ein Fahrradfahrer an der Kreuzung tats├Ąchlich gebremst. Ich war derart ├╝berrascht, dass ich mich daf├╝r bedankt habe. AutofahrerInnen sind f├╝r mich als Alltagsradler nicht mehr wie fr├╝her die gro├če Gefahr oder “der Feind”, es ist vielmehr die un├╝berlegte R├╝cksichtslosigkeit von RadlerInnen, die mir Sorge bereitet.
    Dies betrifft nicht nur die Rohrteichstra├če und die Ostinnenstadt. Hier ist die Stadt gefragt, regulierend einzugreifen, damit die Sitten nicht weiter verrohen. In der Fahrradstadt M├╝nster z.B. wird an neuralgischen Punkten viel mehr kontrolliert und auch Fehlverhalten von RadlerInnen sanktioniert als in Bielefeld. Aber auch radfreundliche Vereine und Initiativen sollten sich m.E. an die eigene Nase packen und sich erzieherische Ma├čnahmen ├╝berlegen, weil sie die RadlerInnen am besten erreichen k├Ânnen.

    • Hein Bloed sagt:

      Hat sich an der Kreuzung Rohrteich/Mittelstrasse die Vorfahrtregelung nicht zu Gunsten der Rohrteichstrasse ge├Ąndert (kein Rechts-vor-Links mehr)?

  34. Unbekannt sagt:

    Das ist eine absolute dumme Entscheidung gewesen. Bitte R├╝ckg├Ąngig machen!!

  35. Christian Gieselmann sagt:

    Gut gemeint , aber schlecht gemacht.
    Als fast Anlieger (Ostpark) benutze ich die Elentruper t├Ąglich mit dem Auto, dem Rad und zu Fu├č.
    Erster Kritikpunkt: Es gibt zu viele verschiedene Regeln. Da schaut keiner durch und h├Ąlt sich auch nicht daran.
    Zweiter Kritikpunkt: Einbahnstra├čen sind richtig, aber nicht im st├Ąndigen Wechsel.
    Dritter Kritikpunkt: Die Parkregelungen versteht nur wer gerade den F├╝hrerschein gemacht hat.
    Vierter Kritikpunkt: Die Strecke zwischen Priessalle und Otto-Brenner-Stra├če ist extrem breit mit den jetzt nicht mehr benutzten alten Radwegen und breiten Fu├čweg. Da k├Ânnte man sich Parkregeln f├╝r Anlieger und Besucher des Parks denken.
    Das reicht f├╝rs erste.

  36. Hein Bloed sagt:

    Kreuzung Turner/Rohrteich:

    Die Kreuzung kommt mir mit der neuen Regelung deutlich entsch├Ąrft vor. Es ist viel weniger Verkehr, die Ecken sind nicht mehr zugeparkt und ich habe ein sichereres Gef├╝hl.

  37. Anwohner Eduard-Windthorst-Str sagt:

    vorab…ich erledige fast alle Dinge inkl. meinem Arbeitsweg von 11km mit dem Fahrrad und obwohl wir von der jetzt sehr angespannten Parkplatzsituation nicht direkt selbst betroffen sind und sogar einen eigenen Stellplatz haben finde ich es traurig das auf Kosten der Anwohner und ohne Kompromissbereitschaft so etwas umgesetzt wurde, bzw getestet wird. Wenn Ich mit dem Fahrrad in der Stadt im ├Âffentlichen Raum unterwegs bin, muss ich damit rechnen, auf andere Verkehrsteilnehmer Fu├čg├Ąnger, Autos und Radfahrer) zu sto├čen und ggf. R├╝cksicht nehmen zu m├╝ssen. In alle Richtungen. Und ich habe fast jeden Tag auf dem Fahrrad mind. eine Situation in der das angebracht ist. Und das sind bei weitem nicht nur Autos, wie die Fahrradfahrer meinen und umgekehrt!!!! Es gibt Verkehrsteilnehmer die meinen der andere w├Ąre der Feind!
    Warum m├╝ssen die Anwohner der betroffenen Stra├čen das jetzt ausbaden?
    Und es ist einfach f├╝r jemanden zu sagen das das jetzt alles super ist, wenn er nur Vorteile und keine Nachteile daraus zieht und wom├Âglich jetzt nicht pl├Âtzlich seine Parkm├Âglichkeiten weg sind. Wo ist da das miteinander?????
    Bitte eine L├Âsung f├╝r alle finden.
    Auf ein gutes Miteinander im Stra├čenverkehr und im Leben!!!!
    Das macht ganz vieles leichter und diese Internetseite und die Probleme m├╝sste es dann gar nicht geben!

  38. Ch.Behm sagt:

    Es spricht ja nichts gegen eine Fahrradstra├če. Doch sollte das Klientel Radfahrer auch dar├╝ber aufgekl├Ąrt werden, was eine Fahrradstra├če bedeutet. Es kann nicht sein, dass die Radfahrer den Gehweg benutzen, auf dem die Kinder der Anwohner spielen und diese in Gefahr bringen. Weiterhin gehe ich davon aus, dass auch in einer Fahrradstra├če die Stvzo gilt, was bedeutet nicht mit dem Rad in der Mitte der Stra├če zu fahren., nur um den angeblichen Vorrang des Rades zu demonstrieren. Weietrhin wurden Parkm├Âglichkeiten reduziert und wie schaut es mit den ├Ąlteren Anwohnern aus, die auf ihr Auto angewiesen sind f├╝r Einkauf oder Arztbesuche, da sie sonst nicht mobil sind. Die Stadt kann doch nicht von diesen Anwohnern verlangen, sich eine neue Wohnung zu suchen. Was ist mit den vorhandenen Ressourcen, wie die bereits vorhandenen Radwege am Gr├╝nstreifen?F├╝r teures Geld wieder ein Umbau?Hat die Kommune bzw. Stadt so viel Geld-vgl. Lutter Umgestaltung, erst zusch├╝tten, dann wieder ├Âffnen. Eine andere Verkehrsf├╝hrung h├Ątte es meiner Meinung nach auch getan und zwar eine Einbahnstra├če, vgl. Umbau Einm├╝ndung Otto-Brenner-Str./Ehlentruper Weg. Wenn ich aber davon ausgehe, wie das Treffen im Sommer mit Projektleitung und Anwohnern stattfand, wird es wohl so bleiben, ohne Einbeziehung der eigentlichen Experten und zwar den Anwohnern.

  39. YCT sagt:

    Diese Einbahnstrassen-Regelung erhoeht fuer Anwohner und Besucher mit Auto die zu fahrende Strecke zum Ziel. Wer grob von Richtung Osten kommt und beispielsweise in die Gerichtsstrasse, Juengststrasse, Mittelstrasse etc muss, der muss in Zukunft den Umweg ueber den Niederwall fahren oder muss von unten ueber die Turnerstrasse reinkriechen. Zeitraubend, umweltschaedlich.

    Dass die Geschwister Zweirad dann noch aus jeder Richtung kommen und in jede Richtung fahren duerfen, macht das ganze zum gefaehrlichen Spiessroutenlauf.

    Was soll das?

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Ansprechpartner:innen Projektleitung

Amt fu╠łr Verkehr | 660.2
Abteilung Mobilit├Ątsplanung

Technisches Rathaus
August-Bebel-Str. 92, 33602 Bielefeld

info@fahrradstrasse-bi.de

Dr. Nora Anna Niebel
Projektleiterin

   0521 51-8223
   Nora.Niebel@bielefeld.de

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